TSV-Stockbahn am Badesee – neuer Glanzpunkt beim größten Dorfverein

von Redaktion

Die Kosten machen das Projekt in Neubeuern zur Herausforderung – Ortsansässige Firmen unterstützen mit Material und Mitteln

Neubeuern – Drei Jahrzehnte tat die Stockbahn am Badesee den Sportfreunden Dienst. Nun ging es nicht mehr, eine Erneuerung war angesagt – und brachte Probleme mit sich. Vor allem die Kosten. Michael Brunner, in Zusammenarbeit mit Abteilungsleiter Wolfgang Schulz, machte sich an das Werk. Vorgespräche mit Hauptverein, Gemeinde Neubeuern und den aktiven Stockschützen verliefen positiv.

Gemeinsam machte man sich im Frühjahr ans Werk. Arbeitseinsätze wurden erstellt und um Sponsoren, Sachleister, Spender geworben. Bei der Einweihungsfeier gab Michael Brunner einen Rückblick, was geleistet wurde. Erster Schwerpunkt: Abbau der bestehenden Anlage und die fachgerechte Entsorgung.

Mit der Firma Georg Birkmaier fand man einen umsichtigen und geübten Fachmann zur Neuerstellung. Im Unterbau wurden 40 Tonnen Split verarbeitet, Betonarbeiten, Randsteine, Außengestaltung, Flutlichtanlage folgten. Und dann das Herzstück: Die drei Bahnen, wo die Stockschützen ihren Sport ausüben. Brunner gestand, auch schlaflose Nächte verbracht zu haben, aber er konnte auf tatkräftige Unterstützung der Sportfreunde und der zahlreichen Partner, die man brauchte, zählen. Unterstützung fand er auch durch die Familie, die eingespannt war. Eine umfangreiche Dankadresse zählte Brunner auf. Die Sportfreunde brachten 620 Arbeitsstunden ein, bei nicht immer besten Wetterbedingungen, mehr als 18.000 Euro gingen an Geldspenden ein, angerechnete Sachleistungen waren bei mehr als 6.000 Euro, dazu ein umfangreicher Fahrzeug- und Maschineneinsatz der Firmen Stocker, Smetka, Schwaiger, Heibl. „Wer gefragt wurde um Mithilfe, lehnte nicht ab“, so Brunner. Der Hauptverein war in der Buchhaltung gefragt.

Ein Stück Gemeinschaftsgeist konnte nun die kirchliche Segnung durch Pfarrer Christoph Rudolph erfahren. Das Bibelwort vom sportlichen Wettkampf war Kernaussage seiner Worte, verbunden damit Gemeinsamkeit und Freundschaft. Weihwasser wie bei der Taufe war auch äußeres Zeichen.

Bürgermeister Christoph Schneider – Grundbesitzer ist die Gemeinde – fand nur lobende Worte für den geleisteten Aufwand. Die rechtlichen, vertraglichen Gespräche konnten schnell beendet werden, „dies sollte auch unser Beitrag sein“, so Schneider, „die Stockbahnanlage erfüllt auch eine gesellschaftliche Aufgabe.“

Abteilungsleiter Wolfgang Schulz und Vereinsstellvertreter Jörg Wolfrum oblag es, dem hauptverantwortlichen Brunner den Dank zu übermitteln, und stellten für den nächsten Urlaub – den diesjährigen hatte er bei den Arbeiten abgeleistet – eine Beteiligung des Vereins in Aussicht.

Eine Zeitkapsel zu dem Bauvorhaben wurde unter Beifall eingegraben. swt

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