Aschau – Einstimmig votierte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung dafür, den vorzeitigen Maßnahmenbeginn der Hort-Erweiterung an der Preysing-Grundschule bei der Förderstelle anzuzeigen. Damit der Dachgeschossausbau mit Generalsanierung des Bestandsgebäudes vorwärts geht.
Generalsanierung und
Ausbau Dachgeschoss
Bürgermeister Simon Frank (ZfA) erinnerte das Gremium daran, dass der Gemeinderat sich im vergangenen September aufgrund der Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie für diese Variante einer Horterweiterung ausgesprochen hatte. Jacqueline Ebert von der Hochbauverwaltung fasste den Sachstand weiter zusammen. Die Verwaltung wurde mit dem damaligen Beschluss beauftragt, den detaillierteren Leistungsumfang für Planung und Umsetzung zu ermitteln.
Auch dem Kreisjugendamt Rosenheim wurden die Unterlagen vorgelegt. Nun habe man Bescheid erhalten, dass durch die entstehenden Flächen eine Betriebserlaubnis für 72 zusätzliche Plätze (insgesamt 125) in Aussicht gestellt werden kann. Dann habe man bei der Regierung von Oberbayern einen Förderantrag gestellt. Mittlerweile liegt ein unverbindliches Ergebnis der Antragsprüfung vor: Rund 1,93 Millionen Euro brutto sind an Gesamtkosten für Sanierung des Bestandes und den Dachgeschossausbau angesetzt. Davon werden gut 1,38 Millionen Euro gefördert, betonte Ebert. Der Gemeinde verbleibe somit ein Eigenanteil von gut einer halben Million Euro.
Ebert sagte weiter, dass der Regierung von Oberbayern ein Finanzierungsplan vorgelegt werden müsse und dass die Objektplanung (Architektenleistung) über den Zweckverband Kommunale Dienste Oberland als Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb durchgeführt werden könne. „Vor Vergabe der Leistung ist ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn bei der Regierung von Oberbayern zu beantragen. Die weiteren Planungsleistungen (ELT, HLS, Brandschutz, Statik, ENEV) können als Direktauftrag mit Angebotsvergleich ebenfalls über den Zweckverband erfolgen.“
Sanierung und Erweiterung sollen während des laufenden Betriebs stattfinden. Geplant sei aber zuerst der Ausbau des Dachgeschosses, danach die Sanierung der unteren Geschosse. Die Baustelleneinrichtung, das Gerüst und der Zu- und Abfahrtsverkehr der Baustelle werden Auswirkungen auf den Pausenhof haben, warnte Ebert vor. Dies sei bei den weiteren Planungen zu berücksichtigen.
Eine halbe Million Euro sei „ein Brocken“, befand Bürgermeister Frank. Aber die Zwischenfinanzierung sei „die Basis, denn Gesetzesanspruch und Sanierungsstau im Gebäude ergeben den Bedarf.“ Kämmererin Julia Oberhuber ergänzte, dass der Finanzierungsplan momentan in Arbeit sei und dass die Fördermittel besser als erwartet seien. Natürlich gebe es bei der Sanierung in einem Bestandsbau immer Risiken, so Oberhuber. Von daher sei es gut, großzügig Puffer einzuplanen.
Zweiter Rettungsweg
hinab zum Pausenhof
Florian Anner (FWGA/Grüne/ABL) hakte beim Brandschutz nach. Laut Ebert sehe der Plan vor, den zweiten Rettungsweg vom Pausenhof bis ins zweite Obergeschoss auszubauen. Fabian Schneikart (ZfA) erkundigte sich bezüglich Zwischenfinanzierung und Fördermitteln. Oberhuber antwortete, dass die Auszahlungen der Fördermittel jährlich erfolge und dass die Bewilligung der ersten Teilrate voraussichtlich frühestens 2027 erfolgen werde. Eine Zwischenfinanzierung sei von der Gemeinde also einzuplanen.
Da keine weiteren Nachfragen kamen, ließ Bürgermeister Frank abstimmen, den vorzeitigen Maßnahmenbeginn bei der Förderstelle zu beantragen und die Objektplanung über den Zweckverband Kommunale Dienste Oberland auszuschreiben. Mit 18:0 wurde dieser Beschlussvorschlag angenommen.