Großalarm wegen Salzsäure

von Redaktion

Wegen einer ätzenden Flüssigkeit auf einem Gehweg in Stephanskirchen wurden am Mittwochabend dutzende Rettungskräfte alarmiert. Vor Ort stellte sich die Situation als harmlos heraus. Ein Radfahrer hatte eine Flasche Salzsäure verloren, die ausgelaufen war. Die Feuerwehr sicherte die Substanz und reinigte den Gehweg.

Stephanskirchen – Viel Lärm um nichts. So lässt sich wohl ein Einsatz der Rettungskräfte am Mittwochabend in Stephanskirchen zusammenfassen. Gegen 20.30 Uhr wurden zahlreiche Feuerwehren in die Simsseestraße alarmiert. Dort war mitten auf dem Gehweg verteilt eine stark beißende und scharf riechende Flüssigkeit entdeckt worden. Zunächst musste von einem groß angelegten Gefahrguteinsatz ausgegangen werden.

Vor Ort habe sich die Situation schnell als nicht so dramatisch herausgestellt, teilt die Feuerwehr Stephanskirchen auf OVB-Anfrage mit. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften habe es nicht gebraucht, die meisten von ihnen hätten sofort wieder abbestellt werden können. Bei der Flüssigkeit habe es sich um Salzsäure gehandelt. Die Menge sei allerdings harmlos gewesen.

Die Salzsäure sei aus einer beschädigten Ein-Liter-Flasche ausgelaufen und zur Hälfte auf dem Asphalt verteilt gewesen. „Der Gefahrenbereich wurde umgehend abgesichert und die austretende Flüssigkeit gesichert“, heißt es von der Feuerwehr. Anschließend sei der Bürgersteig mit Wasser abgespült worden.

Eine Gefahr für Passanten oder die Umwelt habe zu keiner Zeit bestanden, versicherte ein Mitglied der Feuerwehr.

Das kann auch die Rosenheimer Polizei bestätigen. „Die Flasche hat Zeugen zufolge ein bislang unbekannter Fahrradfahrer verloren“, sagt Hauptkommissar Robert Maurer. Wer der Radler ist und wie er die Flasche transportiert hat, konnte am gestrigen Donnerstag noch nicht geklärt werden.

Eine Flasche mit Salzsäure, wie sie auf dem Gehweg gefunden worden war, kann in vielen Baumärkten gekauft werden. Das zeigt eine kurze Recherche im Internet. Die neutrale Salzsäure mit einem Gehalt von 22 bis 24 Prozent wird dabei meist für Reinigungszwecke verwendet. Dennoch sollte die Säure im Haushalt und Handwerk aufgrund ihrer grundsätzlichen Gefährlichkeit mit Vorsicht behandelt werden.Julian Baumeister

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