Ein Ungar, zwei Haftbefehle

von Redaktion

Bundespolizei fasst Betrüger auf A93

Kiefersfelden – Ein ziemlich dicker Fisch ging der Bundespolizei dieser Tage auf der A93 ins Netz: ein 31-jähriger Ungar, der sich den Lebensunterhalt mit Betrug und Fälschungen verdient und gegen den gleich zwei Haftbefehle vorlagen.

Ein Haftbefehl stammt laut Dr. Rainer Scharf, Sprecher der hiesigen Bundespolizei, von der Rosenheimer Staatsanwaltschaft. Aber auch die ungarischen Behörden hatten an der Festnahme des 31-Jährigen Interesse.

Der Mann hatte laut Gerichtsbeschluss in Rosenheim wegen Urkundenfälschung eine Geldstrafe von 5.100 Euro zu zahlen. Die ungarische Justiz suchte wegen mehrerer Betrugs- und Fälschungsdelikte nach dem Mann, der zuletzt in Österreich wohnte.

Der Ungar war nach seiner Verhaftung in der Lage, den in Rosenheim geforderten vierstelligen Betrag zu entrichten.

Der Entscheidung der Generalstaatsanwaltschaft München entsprechend wurde er dennoch beim Rosenheimer Amtsgericht vorgeführt. Auf richterliche Anordnung hin brachten ihn die Bundespolizisten bis zur Auslieferung nach Ungarn in die Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim.

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