Zukunft der Caritas-Heime ungewiss

von Redaktion

Die beiden Caritas-Immobilien in Wasserburg und Schonstett teilen sich ein gemeinsames Schicksal, denn beide stehen seit Monaten leer. Für eines der beiden Gebäude gibt es nun womöglich bald Neuigkeiten.

Auch in Schonstett ist das ehemalige Caritas-Heim geschlossen. Foto Weinfurtner

Wasserburg/Schonstett – Das eine steht seit Oktober 2024 leer, das andere seit Ende 2025. Die Rede ist von den ehemaligen Caritas-Heimen in Wasserburg und Schonstett. Wie geht es mit den beiden leer stehenden Immobilien weiter?

Das ehemalige Seniorenheim St. Konrad in Wasserburg wurde 1971 erbaut. Bis noch vor rund sechs Jahren lebten hier 80 betagte Menschen. Als im März 2024 die Nachricht über die Schließung bekannt wurde, waren es noch 56 Bewohner. Ende des Jahres hat die Caritas dann das Heim beim Landratsamt Rosenheim abgemeldet. Eine Betriebserlaubnis lag noch bis 2031 vor. Der Grund laut Caritas: Das Heim sei nicht mehr sanierbar.

Viele der Wasserburger Bewohner konnten einen Platz im Edlinger Seniorenheim Sonnengarten finden. Ins Wasserburger Gebäude zogen bisher keine neuen Personen ein. Möbel aus dem Gebäude bot die Caritas schon im März 2025, quasi beim „Tag der letzten offenen Tür“, zum Verkauf an. Seither mutiert das Gebäude immer mehr zu einem Lost Place.

Auch in Schonstett steht eine große Immobilie mitten im Ort leer. Auf dem Areal, das teilweise aus dem 15. Jahrhundert stammt, wohnten 42 Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Im März 2025 kam für sie die Hiobsbotschaft: Das Heim soll zum Ende des Jahres schließen. Die Caritas begründete die Schließung damit, dass dort „keine Teilhabe und Inklusion, wie man sie im Jahr 2025 verstehe“, zu verwirklichen sei. Der Erhalt des Gebäudes und des Grundstücks koste zudem viel Geld, ohne dass daraus zukunftsfähige Verbesserungen für die dort lebenden Personen entstünden.

Viele Bewohner hingegen hätten sich in Schonstett stets sehr wohlgefühlt, sagte Anna-Maria Obermaier, Vorsitzende der Bewohner-Vertretung, damals gegenüber der Redaktion.

Dennoch: Das Heim machte zu. Die Bewohner sollten laut Caritas in alternative Einrichtungen im Umkreis von rund 40 Kilometern von Schonstett umziehen. Seitdem steht das Areal leer.

Was nun mit den beiden ehemaligen Heimen passiert, fragen sich sowohl viele Wasserburger als auch Schonstetter. Im September 2025 konnte die Caritas zu keiner der beiden Einrichtungen konkrete Antworten geben. Zu beiden Immobilien hieß es auf Anfrage der Redaktion: „Es gibt Gespräche mit Interessenten.“ Leider sei aber noch nichts spruchreif.

Nun, ein Dreivierteljahr später, gab die Caritas auf Anfrage weiterhin keine konkreten Informationen bekannt.

„Letzter Stand ist, dass sich in beiden Fällen in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Kommune um eine sinnvolle und sozial orientierte Nachnutzung bemüht wird“, erklärte dazu Pressesprecherin Carmen Krippl.

Zum Heim St. Konrad in Wasserburg kann auch Stadtbaumeisterin Mechthild Herrmann nichts Neues sagen. „Meine letzte Begehung ist schon rund ein Jahr her.“ Seither habe sich nichts getan, sagte sie.

Etwas mehr Informationen gibt es dafür aus Schonstett. „Die Prozesse laufen“, sagte Bürgermeister Maximilian Heilmann. Jedoch sei noch nichts in trockenen Tüchern oder spruchreif. Der Bürgermeister hofft jedoch, bald schon mehr sagen zu können.

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