Nach Massenansturm heuer begrenzte Besucherzahl

von Redaktion

Nach dem Massenansturm im vergangenen Jahr gelten für das Sonnwendfeuer auf der Kampenwand heuer neue Regeln. Um die Besucherzahl zu begrenzen, werden nur 1.800 Tickets verkauft. Ab 16 Uhr befördert die Seilbahn nur noch Gäste mit einer entsprechenden Veranstaltungskarte auf den Berg.

Aschau im Chiemgau – Auf die Kampenwand darf jeder, der will – egal, ob zu Fuß, mit dem Rad oder der Seilbahn. Nicht aber am Samstag (20. Juni). Zur Sonnwendfeier setzt die Bahn erstmals ein Limit.

Reaktion auf
Massenansturm 2025

Damit reagieren die Betreiber auf den Massenansturm vom vergangenen Jahr. Die besondere Atmosphäre auf der Kampenwand mit Alphornbläsern und großem Sonnwendfeuer hatte so viele Menschen angelockt, dass die Seilbahn bei der Talfahrt förmlich überflutet wurde und gar nicht mehr nachkam.

An die 6.000 Besucher trafen sich 2025 zum Sonnwendfeuer an der Sonnenalm – und viele von ihnen beschwerten sich im Nachhinein darüber, dass zu viele Menschen gleichzeitig auf dem Berg gewesen seien. Ins Kreuzfeuer gerieten dabei aber vor allem die Betreiber der Kampenwandseilbahn. Besucher unterstellten ihnen in den sozialen Medien eine „miese Organisation“ oder sogar „Profitgier“. Zudem wurde der Ruf nach Online-Tickets mit Zeitslots für die Berg- und Talfahrten laut – und diese Idee wird nun umgesetzt.

Spezielle Tickets und
gebuchte Talfahrten

Wer das Sonnwendfeuer auf der Kampenwand erleben will, braucht dieses Mal spezielle Veranstaltungstickets. „Für die Seilbahn gibt es am 20. Juni nur Tickets für kombinierte Berg- und Talfahrten, keine Einzeltickets“, informiert Isabelle Blum-Friedl, Marketingchefin der Kampenwandseilbahn. Und auch wenn die Seilbahn den ganzen Tag und bis nach Mitternacht fährt: Ab 16 Uhr werden nur noch Besucher mit einem Veranstaltungsticket mit auf den Berg genommen. Die Tagestickets gelten normalerweise von 9 bis 17 Uhr. Am Samstag, 20. Juni, können sie bis 20 Uhr zur Talfahrt genutzt werden. Danach ist die Talfahrt den Besuchern mit Veranstaltungstickets vorbehalten – in ihrem jeweils gebuchten Zeitfenster zwischen 21.30 und 1 Uhr. „Die Zeitslots wurden so organisiert, dass etwa 400 Besucher pro Stunde ins Tal fahren können, also 100 in der Viertelstunde“, erklärt Isabelle Blum-Friedl. So sollen lange Schlangen vermieden werden. Die Tickets werden am Drehkreuz persönlich kontrolliert. Wer kein Veranstaltungsticket hat, kommt aus Sicherheitsgründen gar nicht bis zum Gondelbahnsteig.

Wanderer aufgepasst: Es
gibt keine Einzeltalfahrt

Wanderer oder Radler müssen sich darauf einstellen, dass es keine reinen Talfahrttickets gibt. Für sie gilt: Wer den Berg zu Fuß oder mit dem Rad erklimmen möchte, muss auch den Rückweg aus eigener Kraft antreten.

Etwa 1.800 Veranstaltungstickets mit Berg- und Talfahrt sowie individuellem Zeitslot für die Talfahrt wird es für die Sonnwendfeier geben. Erwachsene zahlen dafür 32 Euro und Kinder 16 Euro. Diese Veranstaltungstickets sind nicht an das Sonnwendfeuer an der Sonnenalm gekoppelt. Mit ihnen kommen Besucher auf den Berg und in der Nacht auch wieder ins Tal – egal, welches Ziel sie auf der Kampenwand haben.

Späte Zeitslots
für Fußball-WM

Wer die Fußball-WM beim Public Viewing in der Sonnenalm miterleben möchte, sollte ein Veranstaltungsticket mit spätem Zeitslot buchen. Das Spiel der Deutschen gegen die Elfenbeinküste wird um 22 Uhr angepfiffen.

„Damit Besucher am Samstag nicht überrascht werden, informieren wir auf allen Kanälen über die neuen Regeln“, sagt Isabelle Blum-Friedl. Für Wanderer und Biker wurden an allen Parkplätzen im Ort Plakate aufgehängt, die darauf hinweisen.

Die Sonnwendfeier auf der Kampenwand findet nur bei trockenem Wetter statt – Ausweichtermin ist der 26. Juni.

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