Pfarrer Christoph Rudolph segnet das neue Fahnenband, gestiftet von der Schülerwehr Schloss und Verwaltung.
Neubeuern – Ein heißer Einsatz war das Fest zum 155-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Neubeuern. Doch die hochsommerlichen Temperaturen konnten durch überlegtes Arbeiten, so wie die Arbeit der Feuerwehrmänner ist, gemeistert werden. Tausendfacher Besuch zum Bieranstich, Wein- und Bierfest, dem Handmähwettkampf, Kinderfest und zum Festsonntage mit Gottesdienst und Umzug belegten einmal mehr die traditionsreiche Aussage „zum Feiern geh’ ma auf Beuern“. Wertschätzung für den geleisteten Dienst, der oft über Generationen in den Familien fortgeführt wird, Verlässlichkeit, das eigene „Ich“ hinten anstellen, dem Nächsten zu helfen, dies ist Wertstab im Feuerwehrdienst. Diese Hilfsbereitschaft bezieht sich nicht nur auf die eigene Gemeinde, wie die vielfältige Teilnahme der Wehrkameraden aus dem Landkreis, die sich am Fest beteiligt hatten, zeigte.
Hunderte Retter
in Tracht unterwegs
Mit dem Schirmherrn, Bürgermeister Christoph Schneider, der kraft Amtes auch oberster Chef der Feuerwehr ist, machten sich einige hundert Feuerwehrmänner, die Ortsvereine in Tracht und Montur auf, zum Festgottesdienst im Marktplatz.
Bei heißen Temperaturen wurden Schattenplätze gesucht. Pfarrer Christoph Rudolph stellte das Matthäusevangelium „liebe deinen nächsten wie dich selbst“ in den Mittelpunkt seiner Worte. Dem Nächsten nahe sein, so der Geistliche, verbindet das Wesen der Feuerwehr und der Christenheit.
Ein emotionaler Höhepunkt der Messfeier, die Segnung eines Fahnenbandes, welches von der Schülerwehr, der Schlossverwaltung, in Verbindung mit den Altschülern, übergeben wurde. Janek Titz, aktiver „Schülerwehrler“ vom Schloss, verwies auf die kameradschaftliche Zusammenarbeit, die gute Ausbildung und auch die Einbindung in die Kameradschaft.
Bürgermeister Christoph Schneider, der auch im Namen der Amtsvorgänger sprach, zeigte sich voll des Lobes. Wir können sorgen für gute Gerätschaft, für den Wert der Arbeit können wir alle nur dankbar sein. Eingebunden in seinen Dank auch die Hilfe und das Verständnis, welches die Partnerschaft aufbringt, wenn der Einsatz dies fordert. Auch galt die Anerkennung den Arbeitsbetrieben, welche die Wehrkameraden im Bedarfsfall abstellen.
Für die Inspektion sprachen Anerkennung und Gratulation Franz Eichberger sowie stellvertretende Landrätin Marianne Loferer. Beider Wunsch war, eine gesunde Rückkehr von Einsätzen. Unter den Ehrengästen die Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig und Landtagsabgeordneter Sepp Lausch. Vorstand Anton Schneebichler, zusammen mit seinen Verantwortlichen aus Verein und Kameradschaft, alle waren sichtlich erleichtert, nach Wochen der Anspannung. In seinem Fazit erinnerte er auch an bewegende Einsätze wie die Brände auf Schloss Neubeuern oder grenzüberschreitende Einsätze zur Hochwasserbekämpfung.
Der Festgottesdienst wurde äußerlich begleitet von der Brunnenfigur am Marktbrunnen, des heiligen Florian, Schutzpatron der Feuerwehrler. Ein imposanter Festzug aus dem Marktplatz hinaus nach Altenbeuern und zurück zum Festzelt war ein anerkennender Abschluss des Festtages, der von vielen Gästen begleitet wurde.
Bestens bewirtet und versorgt mit kühlem Nass genoss man die Gemeinschaft, welche tags zuvor bestes ausgelebt wurde beim Kindertag, der in bewährter Weise durchgeführt wurde. Mehrfach konnte man aus den Besucherreihen während der Festzeit bekunden, wir können nur dankbar sein, so gut beschützt zu sein.