Neubeuern – 175.000 Euro Fördermittel hat das Euregio Inntal Plus Gremium für Projekte in der Grenzregion beschlossen. Vor Kurzem kam das Gremium unter Leitung von Christoph Schneider (Bürgermeister von Neubeuern) im Rathaus Neubeuern zusammen, um über eingereichte Klein- und Mittelprojekte zu beraten und zu entscheiden, wie die Euregio Inntal mitteilt.
Fünf Projekte profitieren
vom europäischen Geld
Das Gremium genehmigte vier Mittelprojekte und ein Kleinprojekt und stellte dafür Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von rund 160.000 Euro bereit. Die bewilligten Vorhaben decken ein breites Themenspektrum ab: Ein Projekt widmet sich der Belebung von Ortskernen durch kulturelle Angebote, ein weiteres der Errichtung einer zusätzlichen Haltestelle entlang der grenzüberschreitenden Buslinie Bayern-Tirol.
Darüber hinaus wurde ein Projekt zur Vernetzung von Unternehmen im Inntalraum mit Start-ups beschlossen. Zwei weitere Projekte stärken die regionale Holzarchitektur im Inntalraum und entwickeln den Inntaler Holzpreis weiter beziehungsweise beschäftigen sich mit Innovationen für einfacheres Bauen und Forschungsansätzen im Bereich nachhaltiger Gebäude.
„All diese Projekte tragen zur Umsetzung unserer Grenzraumstrategie bei und kommen damit unserer Region, der Wirtschaft und den Menschen zugute“, betonte Sitzungsvorsitzender Christoph Schneider.
Fokus auf Begegnung
und Austausch
Bereits rund einen Monat zuvor hatte das Projektauswahl-Gremium fünf People-to-People-Projekte mit rund 15.000 Euro genehmigt. Darunter sind unter anderem ein Treffen der Tiroler und bayerischen Imkerverbände, ein Austausch der Filmfestivals im ländlichen Raum, ein gemeinsames Projekt zum Thema Lernpädagogik, ein Vorhaben zum CareManagement sowie ein Musikprojekt.
Geschäftsführerin Esther Jennings erläuterte, das Interesse an den Fördermöglichkeiten in der laufenden Periode habe deutlich zugenommen. Besonders die neu eingeführte Förderung von People-to-People-Projekten mit einem Gesamtvolumen von bis zu 5.000 Euro habe sich bewährt. Immer mehr Gemeinden, Vereine und Organisationen wendeten sich an die Euregio Inntal, um grenzüberschreitende Veranstaltungen und Begegnungen umzusetzen.
Weiterentwicklung
der Grenzraumstrategie
Die nächste Einreichmöglichkeit für People-toPeople-Projekte ist am 30. September 2026. Gleichzeitig laufen bereits die Vorbereitungen zur Weiterentwicklung der Grenzraumstrategie für die kommende Förderperiode. Sobald nähere Informationen zur Ausgestaltung des künftigen INTERREG Bayern-Österreich-Programms vorliegen, würden diese laut Euregio Inntal Präsidentin Barbara Schwaighofer an Mitglieder, Kooperationspartner und die interessierte Öffentlichkeit weitergegeben.
Informationen zu den Fördermöglichkeiten sind auf der Homepage der Euregio Inntal unter www.euregio-inntal.com oder im persönlichen Beratungsgespräch in der Geschäftsstelle am Südtiroler Platz in Kufstein erhältlich.