Musikalischer Wirbel

von Redaktion

Gelungene Sommerkonzerte am Inntal-Gymnasium Raubling

Raubling – Am Inntal-Gymnasium Raubling fanden an zwei aufeinanderfolgenden Tagen bei bestem Wetter die Sommerkonzerte dieses Schuljahres statt. Beide Konzerte begeisterten das ausverkaufte Haus mit einem Programm, das Vielfalt und Können in Fülle bot. Die Konzerte waren der Höhepunkt einer langen Übungs- und Vorbereitungsphase und zeigten eindrucksvoll die musikalische Leistungsfähigkeit der Schüler am Inntal-Gymnasium.

Intensive
Probentage

Bereits bei den intensiven Probentagen in der Woche vor dem Konzert, die die Fachschaft Musik gemeinsam mit allen Ensembles in Hausham verbrachte, hatte sich abgezeichnet, dass das Programm in diesem Jahr ein ganz besonders buntes werden würde.

Schulleiter Anton Seitz griff bei der Eröffnung das Schulmotto auf und hob die Vielfalt sowohl der musikalischen Darbietungen als auch der Musiker aus allen Jahrgangsstufen hervor, die gemeinsam dieses eindrucksvolle musikalische Erlebnis auf die Bühne brachten. Die Gesamtleitung des Abends hatte der Fachschaftsleiter Sebastian Schlierf, der nicht nur seine ambitionierten Ensembles auf der Bühne dirigierte, sondern die Veranstaltung auch mit dem Arbeitskreis Technik ins beste Licht rückte und für den guten Ton sorgte.

Mit traditionellen Stücken aus Finnland, Irland und Bayern eröffnete die Musizierklasse 5a unter der Leitung von Barbara Thoma den Abend. Dass diese Klasse in ihrem ersten Gymnasialjahr das gemeinsame Musizieren intensiv geübt hatte, hörte und sah das Publikum deutlich.

Der Unterstufen-Chor unter der Leitung von Anna Teresa van der Linden hatte drei Stücke aus völlig unterschiedlichen Epochen vorbereitet und entführte das Publikum singend vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

Nah an der Gegenwart blieb auch das Unterstufen-Orchester. Barbara Thoma hatte einen Song von den Beatles und die Titelmelodie der Muppets-Show so für die jungen Musiker arrangiert, dass alle ihre Stärken zeigen konnten.

Die Schulband und die Big Band gestalteten anschließend das Programm bis zur Pause und elektrisierten das Publikum mit dramatischer Filmmusik und flotten Jazzstandards. Stimmgewaltig beeindrucken konnte Elea Koncz (11c) als Solistin beim Song „Ashes“. Helena Buys, Judith Peschke und Katharina Pihusch (alle Q12) rissen das Publikum mit ihrem Gesang und der kessen Choreografie zu dem Schlager „Bei mir bist du schön“ aus den 1930er-Jahren mit. Tosenden Applaus bekam auch Linus Wudy (Q13) für seine furiose Gitarrenversion von „Take Five“.

Der zweite Teil des Konzerts war fast ausschließlich den älteren Schülern vorbehalten. Unter der Leitung von Sebastian Schlierf zeigte das Mittel- und Oberstufen-Orchester zum Teil gemeinsam mit der Big Band unter der Leitung von Andreas Smettan, dass Filmmusik auch ohne Leinwand zu fesseln vermag. Besonders staunte das Publikum über die Töne, die Maxi Königbauer (Q12) dem Marimbafon entlockte.

Birgit Köppl hatte mit ihrem Mittel- und Oberstufen-Chor Lieder einstudiert, die nicht nur der stimmlichen Vielfalt ihres Ensembles entgegenkamen, sondern auch eine breite Spanne der Melodien vom 15. Jahrhundert bis heute abdeckten. Herbstliche Träume zauberte der Chor mit der Solistin Elea Koncz in die Aula des Gymnasiums und wurde bei „California Dreamin‘“ von Tobias Grießer (5d) auf der Cajón unterstützt. Mit einem von Maxi Königbauer arrangierten Protestsong über den Nordirlandkonflikt zeigte Lena Ende (11c) mit der Schulband nicht nur ihre musikalische Stärke, sondern trug ausdrucksstark zur dynamischen Steigerung des Abends bei.

Eigene Komposition
vorgetragen

Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt des Geigentalents Andreas Pihusch (Q12), der gemeinsam mit seiner Zwillingsschwester Katharina sein erstes eigenes Werk, treffend „Opus eins“ genannt, zu Gehör brachte. Dieses von klassischen und rockigen Melodien inspirierte Stück verband der Komponist mit rasanter technischer Perfektion zu einem mitreißenden Klangerlebnis.

Als schließlich alle Ensembles gemeinsam mit dem Publikum sangen: „Was für ein Glück, das mich umgibt, ist Musik!“, war dies der emotionale Höhepunkt des Abends und die Botschaft, die die jungen Musiker des Inntal-Gymnasiums dem Publikum mit auf den Heimweg gaben: Musik begleitet und bereichert ein Leben lang.

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