Brannenburg/Kobarid – Gesang hat die Gemeindepartnerschaft zwischen Brannenburg und dem slowenischen Kobarid erneut vertieft: Der Männergesangverein (MGV) Brannenburg-Schloss, unterstützt von Sängern des MGV Degerndorf, und den Sängerinnen des Frauenchors Inncanto haben gemeinsam eine Konzertreise in die Partnergemeinde unternommen. Neben dem Besuch von kriegshistorischer Stätten standen ein Gemeinschaftskonzert mit drei Chören aus Kobarid sowie die musikalische Gestaltung eines Sonntagsgottesdienstes auf dem Programm.
Die Reisegruppe besichtigte das von der EU ausgezeichnete Museum in Kobarid sowie mehrere Friedhöfe mit Gefallenen des Ersten Weltkriegs – darunter deutsche, österreichische, italienische und bosnische Soldaten. Besonders beeindruckte das Freilichtmuseum auf dem Berg Kolovrat mit seinen Schützengräben, Maschinengewehrstellungen und Kavernen der italienischen Armee aus dem Ersten Weltkrieg. Kobarid, auf Deutsch Karfreit, liegt im Tal der Soca. Die Region ist von Bergen wie dem Krn, dem Gebirgszug Stol und dem Matajur umgeben.
Am Abend des zweiten Besuchstages fand auf dem Kirchplatz in Karfreit das Gemeinschaftskonzert statt. Die Männer aus Brannenburg und Degerndorf brachten unter der Leitung von Anton Fellner und begleitet von Mathias Dachauer am Klavier bayerisches und internationales Liedgut zu Gehör. Herzlichen Zwischenapplaus erhielt der Frauenchor Inncanto, als er unter der Leitung von Kayo Hashimoto Hillebrandt ein slowenisches Liebeslied anstimmte und die erste Strophe auf Slowenisch sang.
Der ehemalige Brannenburger Bürgermeister Mathias Lederer überreichte dem Bürgermeister von Kobarid, Marko Matajurc, im Auftrag von Bürgermeister Christian Zweckstätter ein Geschenk. Der MGV-Vorstand Brannenburg-Schloss überreichte den Chorleitern der Kobarider Chöre jeweils ein Fass bayerisches Weißbier.
Am darauffolgenden Sonntag gestaltete der Männerchor den Gottesdienst in der katholischen Kirche von Kobarid musikalisch. Zum Gedenken an die in beiden Weltkriegen gefallenen Soldaten sang der Chor von der Empore die „Deutsche Messe“ von Franz Schubert, begleitet von Mathias Dachauer an der Orgel. Die Gläubigen spendeten am Ende des Gottesdienstes langen Beifall.