Neubeuern feiert Fasching im Hochsommer

von Redaktion

907 Kostümierte stellen sich der Aufgabe der Dorfheldentour – 3.000 Euro für Kindergarten

Neubeuern – In Neubeuern ist alles möglich: Fasching mitten im Hochsommer. Die Dorfheldentour, die seit zwölf Jahren stattfindet, war der Auslöser dieses Spektakels. Neubeuern war heuer der fünfte Ausrichterort. Die Bayernwerke als Veranstalter, Lucas Guth vom RFO als Mann am Mikrofon sowie Dany Füg als Wettmeisterin führten durch den Tag, der in den Vormittagsstunden mit der Aufgabenstellung begann: Es galt, Teams aus der Dorfgemeinschaft zu bilden.

500 Teilnehmer mussten
es mindestens sein

Eine weitere Aufgabe lautete, mindestens 500 Teilnehmer zu gewinnen – das eigentliche Thema war bis dahin noch unbekannt. Vorgeschlagen worden war Neubeuern für die Dorfheldentour von der Gemeinde Prutting, vertreten durch Bürgermeister Johannes Thusbaß. Das Ziel: ein Spendenscheck über 3.000 Euro. Dann war klar – Maskierung war angesagt.

Verwaltung, Bauhof, Burschenverein, Kindergarten, Musik- und Künstlergruppen, die Schule Schloss Neubeuern sowie der Gemeinderat zählten zu den Gruppen der Teilnehmerschar. Knapp vier Stunden Zeit blieben, um alles umzusetzen. Und wer angesichts der Temperaturen mit luftig-leichten Verkleidungen gerechnet hatte, sah sich getäuscht. Vom Braunbären bis zum Zebra bis hin zum König der Löwen war die gesamte Tierwelt vertreten. Fantasiekostüme aller Art belegten einmal mehr, dass Neubeuern eine Faschingshochburg ist.

Wer nichts im Funduskeller fand, konnte sich fachkundig schminken lassen. Helfer sorgten für ausreichende Flüssigkeitszufuhr, ein künstlicher Wasserfall wurde aufgebaut. Unglaubliches wurde geleistet – ein weiterer Beweis für die Kreativität und den Zusammenhalt der Gemeinschaft. An den verschiedenen Stationen galt es, Bewertungen zu erreichen. Der entscheidende Knackpunkt aber war die Teilnehmerzahl.

Ein Zählkommando brachte die erlösende Nachricht: 907 Personen, jung und alt, hatten mitgemacht. Das Ziel war erreicht. Bürgermeister Christoph Schneider konnte – natürlich in Maske – freudig den Siegerscheck in Empfang nehmen, dessen Verwendung für den Fall des Sieges bereits vorgegeben war: Der Kindergarten „Zwergerlburg“ erhält weitere Spielgeräte.

Das nächste Mal
in Nußdorf

Per Zuschauerapplaus wurde schließlich der nächste Austragungsort gesucht. Bürgermeister Schneider schlug dafür die Nachbargemeinden vor. Nußdorf konnte sich dabei lautstark gegen den Samerberg durchsetzen, der sich zuvor in der Vorentscheidung gegen Rohrdorf und Raubling behauptet hatte.

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