Pittenhart – Anhand einer PowerPoint-Präsentation stellte Andreas Engl, Geschäftsführer der Regionalwerke GmbH aus Bodenkirchen, das geplante Projekt dem Gremium des Pittenharter Gemeinderates und den Zuhörern vor.
Solarpark
östlich von Bahnhof
Es ist geplant, einen Solarpark mit Batteriespeicher (Grünstromspeicher) zu errichten. Die Vorhabensfläche des Projekts liegt östlich des Ortsteils „Bahnhof“. Die Lage ist umgrenzt von Wald und der Bahnlinie, ist nicht einsehbar und gilt als nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) förderfähiger Standort. Zu den EEG-förderfähigen Standorten zählen Flächen, die bis zu 500 Meter Entfernung von Autobahnen oder Schienen liegen. Die Vorhabensfläche hat eine Größe von circa 7,30 Hektar. Geplant ist eine Photovoltaik-Generatorleistung (PV) von 8.856,36 Kilowatt-Peak (kWp) mit einer jährlichen Netzeinspeisung von 10.143 Megawattstunden (MWh) pro Jahr.
Bei der Präsentation wurden die finanziellen Vorteile für die Gemeinde Pittenhart herausgestellt. Punkte wie „Energiewende in Bürgerhand“ und „Regionalwerke schaffen Regionalwerte“ stehen im Fokus. Vorteile der Standortgemeinde wären finanzielle und kommunale Wertschöpfung, so Engl. Nach dem EEG 2021 ergibt sich eine finanzielle Beteiligung der Standortkommune, was für die Gemeinde Pittenhart 0,2 Cent pro eingespeister Strommenge in Kilowattstunden (kWh) bedeuten würde. Bei 10.143.000 kWh pro Jahr und 0,2 Cent pro kWh ergibt dies etwa 20.300 Euro jährlich. Bei 20 Betriebsjahren somit über 400.000 Euro.
Die Regionalwerke würden den geplanten Solarpark projektieren, den Bau und die Inbetriebnahme übernehmen. Außerdem ist die Gründung einer Betreibergesellschaft erforderlich. Danach besteht eine Übernahmeoption der Solarpark-Betreibergesellschaft zum Beispiel durch die Gemeinde Pittenhart, ein Regionalwerk oder auch die Chiemgau GmbH.
Entscheidung
soll in Kürze fallen
Im Anschluss an die Präsentation beantwortete Andreas Engl die Fragen aus dem Gemeinderat. Eine Entscheidung zu einem möglichen Aufstellungsbeschluss soll in einer der nächsten Sitzungen getroffen werden. Gemeinderat Andreas Feuerer war wegen persönlicher Beteiligung von der Beratung und dem Beschluss ausgeschlossen. Der Gemeinderat nahm die Ausführungen vorerst nur zur Kenntnis.