Warum Obing Pittenhart eine Absage erteilt

von Redaktion

Der Ausbau der Ganztagsbetreuung und mögliche Einschränkungen durch einen geplanten Trinkwasserbrunnen der Nachbargemeinde Obing haben den Gemeinderat in Pittenhart beschäftigt. In der Sitzung diskutierten die Räte über weitreichende Folgen für die Gemeindeentwicklung.

Pittenhart – Wieder einmal standen einige Themen auf der Liste, mit denen sich der Gemeinderat von Pittenhart beschäftigen musste. Zunächst informierte Bürgermeister Sebastian Unterhuber das Gremium über den aktuellen Stand und den Ausbau des Ganztagsangebots der Grund- und Mittelschule.

Nachbargemeinde
hat keinen Bedarf

Die Gemeinde Obing antwortete Anfang Juni auf das Pittenharter Schreiben vom 27. November 2025 zur grundsätzlich denkbaren Unterstützung beim Ausbau des Ganztagsangebots wie folgt: „Nach eingehender Diskussion und Beratung im Gemeinderat kommt die Gemeinde Obing zu folgendem Ergebnis: Für die Gemeinde Obing ergeben sich in naher Zukunft geeignete Räumlichkeiten, um den Rechtsanspruch auf Ganztagsausbau sicherzustellen. Somit besteht derzeit kein Bedarf an weiteren Räumlichkeiten in der Gemeinde Pittenhart in den nächsten Jahren.“

Gemeinderat Philipp Spiel fragte nach, warum diese Antwort so lange gedauert hat. Dem Zweiten Bürgermeister Reinhard Schreiner fehlten in der Antwort detaillierte Angaben, wie lange für Pittenhart keine Verantwortung in diesem Punkt besteht. Seiner Meinung nach müsste dies auf lange Frist geregelt sein, um eventuelle Fördergelder zu generieren. Laut dem Schreiben aus Obing wird dort der alte Kindergarten für die Ganztagsbetreuung umgebaut. Da die Schulhoheit bei der Gemeinde Obing liegt, bestehe für die Gemeinde Pittenhart keine Entscheidungsfreiheit, so Bürgermeister Sebastian Unterhuber.

Georg Schartner merkte an, dass bei Bedarf für Erstklässler erst die Kapazitäten des örtlichen Kindergartens genutzt werden sollten. Marianne Erb erkundigte sich nach den Kosten, was auch bei Ana Gliesch-Leebmann Fragen zu den Transferkosten aufwarf. Johannes Eder erkundigte sich nach der Beförderung der Kinder am späten Nachmittag und wie sich diesbezüglich die Kosten gestalten.

Der Zweite Bürgermeister Reinhard Schreiner erläuterte, dass es sich generell um zwei Bereiche handle. Nicht zu verwechseln sei zum einen die Mittagsbetreuung, die wie bislang im örtlichen Kindergarten stattfinden wird; bei der Ganztagsbetreuung würde zudem eine pädagogische Betreuung erfolgen. Andreas Feuerer war der Meinung, Obing habe die Aufgabe an sich gerissen. Er stellte in diesem Zusammenhang den Antrag, dieses Projekt auszuarbeiten und die Gesamtlage zu überprüfen, worauf die Dritte Bürgermeisterin Monika Lex zu bedenken gab, dass dieser Antrag fraglich sei, da die Gemeinde Obing der Schulaufwandsträger ist.

Feuerer befasste sich zudem mit dem Taubensee, dem Hochwasser und dem Gutachten. Laut Gutachten kann das Hochwasser möglicherweise Richtung Taubensee abgeleitet werden, und weiter steht im Gutachten, dass dieses Gebiet im Einzugsbereich der Trinkwasserversorgung des Ilzhamer Brunnens liegt. Bei seinen weiteren Recherchen habe er entdeckt, dass in der Nähe der Pestkapelle eine Bohrung für einen dritten Brunnen der Wasserversorgung Obing geplant sei. Für ihn als neues Mitglied sei dies wichtig. Er möchte zur nächsten Sitzung Auskunft zu den Probebohrungen für einen möglichen Trinkwasserbrunnen erhalten. Da das Einzugsgebiet des Brunnens zum größten Teil auf Pittenharter Gemeindegebiet liege, befürchte er Einschränkungen für die betroffenen Grundstücksbesitzer beziehungsweise für die Entwicklung der Gemeinde. Zudem fragte er nach dem Planungsstand der Wabachstraße und am Stand der Planung und Ausführung des Feuerwehrhauses, wie er sich äußerte.

Ana Gliesch-Leebmann erkundigte sich nach dem Startdatum für den Glasfaserausbau. Laut Bürgermeister Unterhuber liegen hierzu noch keine Informationen vor. Gemeinderat Johannes Eder erkundigte sich nach dem allgemeinen Anteil von Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) auf gemeindlichen Gebäuden. Seiner Ansicht nach wären diese Flächen zu priorisieren und wirtschaftlich zu nutzen. Schreiner erläuterte dazu, dass die unterschiedlichen Lagen der Gebäude unter Umständen keine Wirtschaftlichkeit für die Versorgung der gemeindlichen Anlagen bedeuten.

Rechnet sich die
Abschaltung der Laternen?

Eventuell unwirtschaftlich sind auch Abschalteinrichtungen für die Straßenbeleuchtung, wie Schreiner auf die Äußerung von Gemeinderat Florian Stöcklhuber erklärte, warum im Gewerbegebiet die Straßenbeleuchtung die ganze Nacht brenne. Die Verwaltung soll hierzu Erkundigungen einholen. Wie Gemeinderat Marianne Erb angab, wurde sie mehrfach darauf angesprochen, ob am Wertstoffhof die Möglichkeit geschaffen werden kann, Grüngutabfälle barrierefrei abzulegen. Unterhuber will nach einer Lösung suchen.

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