Großkarolinenfeld – Die Max-Joseph-Grund- und Mittelschule Großkarolinenfeld bekommt eine neue Schulleitung. Schuldirektorin Hildegard Höhn wird diese Aufgabe ab 1. August übernehmen. Aktuell leitet Michael Elzenbeck die Schule kommissarisch, da der ehemalige Schulleiter Sven Friedel seit Februar in Pension ist. In der vergangenen Sitzung des Gemeinderates stellte sich Höhn kurz vor.
Hildegard Höhn ist verheiratet und Mutter von vier Kindern. Unterrichtet hat sie als Grund- und Mittelschullehrerin von der ersten bis zur zehnten Klasse und ist seit 2009 als Schulleiterin tätig, derzeit noch an der Grundschule Taufkirchen am Wald. „Mir ist es wichtig, die Kinder in Großkaro zu starken Menschen zu machen“, erklärte sie. Die Schüler sollen in der Gemeinde eine Heimat finden und für sich feststellen, wo es nach dem Schulabschluss hingehen soll. Sie sei ein Fan von Schülerparlamenten und werde das auch in Großkarolinenfeld so weiterführen. Die Schule sei in der Vergangenheit sehr gut geführt worden und auch das Kollegium sei „top“. „Das kann eigentlich nur gut werden“, so Höhn.
Hitzefrei in unteren
Klassen keine Option
Irmi Huber von der Christlich-Sozialen Union (CSU) wollte wissen, ob die Schulvollversammlungen weiterhin durchgeführt werden. Höhn bejahte dies. In ihrer bisherigen Schule sei das regelmäßig von der Schülermitvertretung organisiert worden und so wolle sie es auch halten.
Jennifer Dürr von der Freien Wähler-Gemeinsamen Bürgervereinigung (FW-GBV) erzählte, dass sie selbst zwei Kinder in der Schule habe und es in den Räumen „brutal heiß“ sei. Sie wollte wissen, ob man das nicht erträglicher gestalten könne. Höhn erklärte, dass „Hitzefrei“ besonders in den unteren Klassen nicht möglich sei, da man die Kinder nicht einfach nach Hause schicken dürfe. Michael Elzenbeck berichtete, dass man dieses „massive Problem“ schon länger habe. Temperaturen um die 33 Grad in den Klassenzimmern seien keine Seltenheit. Eine Klimaanlage sei schon mehrmals im Haushalt der Gemeinde eingeplant worden. Bürgermeister Anton Wallner (CSU) betonte, dass man diese Hausaufgabe mitnehme.
Michael Elzenbeck sprach bei dieser Gelegenheit noch ein anderes Thema an, das Eltern und die Schulfamilie schon länger umtreibt. Es gab den Wunsch, dass die Schule nicht frei begehbar sein soll. Das sei bisher technisch nicht möglich gewesen, da es sich um zwei Gebäude für die Grund- und die Mittelschule handele und nicht alle Lehrer mit Schlüsseln ausgestattet gewesen seien. Nach längerer Planung konnten nun für alle Schlüssel besorgt und richtig programmiert werden, sodass nun die Schultüren ab 8 Uhr geschlossen seien. „Ich möchte betonen, dass es dafür keinen besonderen Anlass gegeben hat“, so Elzenbeck. Generell habe man keine schulfremden Personen in den Gebäuden gehabt, außer den Eltern. Ihm wäre es am liebsten, wenn man immer alle Türen offenlassen könnte – doch das sei in heutiger Zeit einfach nicht mehr möglich. Es sei daher die Aufgabe der Schulleitung gewesen, den Zugang zu regulieren.
Monika Stöcklhuber (Bündnis 90/Die Grünen) wollte wissen, was die Kinder machen sollen, wenn sie verschlafen haben und zu spät dran sind. Hier könne man im Sekretariat anrufen, so Elzenbeck. Aktuell sei es eine Pilotphase. Auf lange Sicht wünsche man sich eine richtige Schließanlage. Der Tagesordnungspunkt diente rein als Information, ein Beschluss war nicht vorgesehen.