Kiefersfelden – „Seit Wochen planen und bauen wir unsere Strecken“, sagt Thomas Balhuber, Pressewart des MTG Kiefersfelden, wenige Tage vor dem Start des Trial Alpenpokals. Die besondere Mischung aus Motorradfahren und Hindernisstrecke geht am Wochenende 4./5. Juli in die nächste Runde.
Wer hat‘s erfunden?
Die Engländer
Trial, eigentlich der Ursprung allen Geländefahrens, entstand, wie die meisten Motorradsportarten, vor über 100 Jahren in England. Bei dieser Sportart ist nicht die Geschwindigkeit das Ziel, sondern das fahrerische Können, um ausgesteckte Sektionen mit null Fehlerpunkten zu bewältigen. Dies bedeutet, Hindernisse wie Auffahrten, Felsen, Baumstämme oder auch künstliche Hindernisse wie Betonrohre ohne Bodenkontakt mit den Füßen zu befahren.
In die Sektionen werden Hindernisse eingebaut, die in verschiedene Spuren aufgeteilt sind. Je höher die Spur, desto schwieriger werden die Sektionen. Die Spuren beim Trial Alpenpokal sind in die Farben Rot (Anfänger) bis Gelb (schwierigste Spur) aufgeteilt. Gefahren werden jeweils sieben Sektionen mit drei Runden.
Am Samstag, 4. Juli, und Sonntag, 5. Juli, werden diese Runden in der MTG-Arena gedreht. Der Lauf zählt zum Trial Alpenpokal, der elf Veranstaltungen umfasst. Am Start sind natürlich auch einige Fahrer der MTG Kiefersfelden.
Erfolgreicher Nachwuchs
aus der Kiefer
Auch der Nachwuchs der MTG ist mit Leon Hager, Paul Steinecke und Max Steinecke stets auf den Podestplätzen dabei. Alle drei sind in diesem Jahr in die nächsthöhere Spur aufgestiegen. Insgesamt kämpfen an beiden Tagen circa 100 Teilnehmer in verschiedenen Klassen um die Podestplätze.
Weltmeister am Start? Gar nicht so unwahrscheinlich. Es besteht die Möglichkeit, dass Manuel „Mani“ Lettenbichler antritt. Er ginge natürlich in der gelben und somit höchsten Spur an den Start. Spannung und Können in Perfektion wären zu sehen. „Er hätte richtig Lust darauf, wenn es sich zeitlich irgendwie einrichten lässt“, sagt Balhuber.
Mani ist deutscher Meister im Trial und fünffacher Hard Enduro Weltmeister. Ebenfalls, wenn zeitlich möglich, ist Andi „Letti“ Lettenbichler, der Vater von Manuel, am Start. „Das wird sich leider erst sehr kurzfristig entscheiden“, meint Balhuber. Manuel Lettenbichler ist als Star der Szene international unterwegs, war kürzlich in den USA und Indonesien und wird daher erst knapp vor dem Alpenpokal wissen, ob er rechtzeitig in Kiefersfelden sein wird.
Zeitplan und Verpflegung
für Alpenpokal
Um den Besuchern bestmögliche Zuschauerplätze zu bieten, hängt am Start ein Lageplan der Sektionen aus. Start ist am Samstag um 11 Uhr und am Sonntag um 9.30 Uhr. Besucher sollten jedoch am Samstag um 10 Uhr und am Sonntag um 9 Uhr vor Ort sein, rät Balhuber.
Die Bewirtung aus der eigenen Küche lässt keine Wünsche offen. Angeboten werden Burger, Schnitzel, Pizza, Currywurst sowie Steckerlfisch, kleine Brotzeiten sowie selbst gemachte Kuchen und Kaffee. Die MTG Kiefersfelden freut sich auf viele Zuschauer. Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenlos. Das Rennen findet bei jeder Witterung statt.
Auch dann, wenn es richtig warm wird. „Die Sektionen sind zum Großteil im Schatten, zudem wird es ausreichend Getränke für Zuschauer und Helfer geben“, meint Balhuber. Die Sportler können sich außerdem im nahegelegenen Kieferbach abkühlen. „Wenn man den Helm dort eintaucht, kühlt das locker für eine halbe Stunde“, sagt Balhuber aus eigener Erfahrung. Dem Trial Alpenpokal steht also auch bei über 30 Grad nichts im Weg.