Trinkwasser am Samerberg: Preis bleibt stabil

von Redaktion

Die Gebühren für die Wasserversorgung in Samerberg bleiben stabil. Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, eine Sonderrücklage zu bilden, um Preisschwankungen abzufedern. Beim Abwasser gibt es dagegen leichte Veränderungen.

Samerberg – Die Gebührenkalkulation für Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungseinrichtungen muss laut Kommunalabgabengesetz alle vier Jahre neu erstellt werden. So auch in der Gemeinde Samerberg. In der jüngsten Gemeinderatssitzung hat sich hierzu der neue Gemeinderat mit Andreas Pinkert, Diplom-Verwaltungswirt von der Kommunalberatung Schneider und Zajonitz aus Heilbronn, getroffen.

Viele Faktoren
fließen ein

Pinkert teilte in seiner Kalkulation nicht nur mit, zu welchem Ergebnis er für die Gemeinde Samerberg gekommen ist, sondern auch, wie sich seine Zahlen zusammensetzen. In seine Kalkulation müssen sämtliche Faktoren mit einfließen: Was könnte geschehen? Wie könnte der Verbrauch aussehen? Und so weiter. Die Gebührenerhebung sei vielmehr eine Prognose, welche nach tatsächlicher Abrechnung der entsprechenden Jahre mit Überschuss oder Unterdeckung dann wiederum in die neue Kalkulation mit einfließt.

Die Gebühren am Samerberg für die Wasserversorgung seien grundsätzlich rückläufig, so Diplom-Verwaltungswirt Andreas Pinkert. Doch legte er dem Samerberger Gemeinderat nahe, mittels Bildung einer Sonderrücklage die Gebühren nicht allzu sehr fallen zu lassen. Es sei in der nächsten Kalkulation in vier Jahren absehbar, dass diese wieder immens steigen würden.

Die Antwort des Samerberger Gemeinderats und der neuen Bürgermeisterin Susanne Kunz war nüchtern. Sie einigten sich einstimmig darauf, die mögliche Summe von 169.000 Euro zur Bildung einer Sonderrücklage in voller Höhe auszuschöpfen, um die Gebühren für die Wasserversorgung somit sogar gleichbleibend zu kalkulieren. Sie argumentierten dies mit den hohen Sanierungskosten, die bereits anstehen, und dem teilweise veralteten Leitungsnetzwerk in der Kommune, das immer wieder neue Baustellen bringe.

Auch seien die Bürger sicher damit einverstanden, sie wollten lieber eine Konstante als ein ständiges Auf und Ab der Gebühren. So wurden die Gebühren für die Wasserversorgung in Höhe der alten 2,22 Euro pro Kubikmeter zuzüglich sieben Prozent Mehrwertsteuer einstimmig beschlossen.

Bei den Abwassergebühren gäbe es laut Diplom-Verwaltungswirt Andreas Pinkert nur geringfügige Änderungen. Auch hier spielen wieder diverse Faktoren wie beispielsweise Kanalsanierungen oder die Abgabe an den Abwasserzweckverband in die Kalkulation mit rein. Letztendlich sinkt die Gebühr für Schmutz- und Niederschlagswasser gesamt von aktuell 3,32 Euro pro Kubikmeter auf 3,25 Euro netto pro Kubikmeter. Die Einzelgebühr für Schmutzwasser alleine steigt von aktuell 2,25 Euro pro Kubikmeter auf 2,28 Euro netto pro Kubikmeter. Dieser Kalkulation hat der Gemeinderat ebenfalls einstimmig mit 14 zu null Stimmen beigepflichtet.

Gleichzeitig sprach Bürgermeisterin Susanne Kunz die aktuellen Kanalsanierungen in den Ortsteilen Törwang und Geisenkam in der Sitzung an. Im Bereich „Zum Buchenwald“ belief sich die aktuelle Schätzung der geplanten Sanierung auf 75.000 Euro brutto. Jedoch befänden sich die Leitungen teilweise auf Grundstücksgrenzen und in einem Bereich sogar direkt auf Privatgrund. Gleichzeitig wurde hierzu ein Angebot für die Sanierung inklusive Verlegung aus den privaten Bereichen gemacht.

Sanierung in Törwang
und Geisenkam

Dieses beläuft sich auf 115.000 Euro brutto. Hinzu kämen noch rund 6.500 Euro für die Erneuerungen einzelner Kanaldeckel, die ausgetauscht werden müssen.

In den Haushaltszahlen der Gemeinde sind dafür 50.000 Euro an Planungskosten und 250.000 Euro an Sanierungskosten vorgesehen. Für die komplette Sanierung in den Ortsteilen Törwang und Geisenkam kämen inklusive des aktuellen Angebots mit Verlegung der Kanäle rund 272.000 Euro auf die Gemeinde zu.

Bürgermeisterin Susanne Kunz schlug vor, die Mehrkosten in Kauf zu nehmen, um so aus den privaten Bereichen herauszukommen und die Leitungen künftig auf Gemeindegrund zu wissen. Der Gemeinderat beschloss dies einstimmig mit 14 zu null Stimmen.

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