Halfing – Der Haushalt 2026 steht, finanziell bleibt die Lage in Halfing aber angespannt: Um wichtige Investitionen zu stemmen, muss die Gemeinde auf ihr Vermögen zurückgreifen. Einstimmig hat der Halfinger Gemeinderat am vergangenen Donnerstag den Haushalt 2026 der Gemeinde beschlossen. Die Haushaltssatzung für 2026 umfasst einen Verwaltungshaushalt in Höhe von 6,7 Millionen Euro und einen Vermögenshaushalt von knapp vier Millionen. Dabei nahm das Gremium weitere Entnahmen aus dem Vermögen in Kauf, um Investitionen zu ermöglichen.
Ausgabenschwerpunkt
Kläranlagensanierung
Ein Ausgabenschwerpunkt im Jahr 2026 ist die kontinuierliche Sanierung der 30 Jahre alten Kläranlage – für verschiedene Verbesserungsmaßnahmen wurden insgesamt gut 200.000 Euro eingeplant. „Wir wollen gewährleisten, dass die Anlage reibungslos funktioniert. Außerdem ist eine Erweiterung notwendig, wenn Halfings Einwohnerzahl zunimmt,“ erläuterte Bürgermeister Stefan Schlaipfer (CSU). Weitere 300.000 Euro sind für den Wasseranschluss des Ortsteils Haslach vorgesehen.
Als Verantwortliche für die Kämmerei skizzierte Yvonne Aichenauer die Planungen der nächsten Jahre: Sie erwartet Einnahmen aus der Grundsteuer in Höhe von 440.000 Euro und rechnet mit einem Rückgang der Gewerbesteuer von 850.000 auf 600.000 Euro. Etwa zwei Millionen Euro sind an Beteiligungen an Umsatz- und Einkommensteuer zu erwarten. Bei der Schlüsselzuweisung rechnete Aichenauer mit 900.000 Euro und aus Vermögen und Betrieb mit Einnahmen in Höhe von 2,1 Millionen Euro. Um die Ausgaben zu decken, ist eine Entnahme aus dem Vermögen in 2026 in Höhe von 410.000 Euro erforderlich. „Wir können uns unseren Alltag nicht leisten“, kommentierte Yvonne Aichenauer die Situation. Bürgermeister Schlaipfer wies darauf hin, dass die Finanzsituation in ganz Bayern ähnlich ist.
2028 kommen
große Brocken
In der Investitionsplanung kommen die großen Brocken im Jahr 2028 auf die Gemeinde zu: Fast 2,2 Millionen sind hier vorgesehen, um einerseits den Breitbandausbau umzusetzen und andererseits Hochwasserschutzmaßnahmen zu finanzieren. Diese Beträge lassen sich nur durch die Veräußerung von Anlagevermögen stemmen. „Wir müssen sparen, sparen, sparen“, kommentierte Sepp Hofer (Freie Wähler) und ergänzte: „Den Kommunen werden immer mehr Aufgaben übertragen, aber es kommt nichts zurück.“