Zu wenig Anmeldungen bei Ganztagsschule

von Redaktion

Die offene Ganztagsschule an der Max-Joseph-Mittelschule in Großkarolinenfeld steht vor einer finanziellen Herausforderung. Weil für das neue Schuljahr Anmeldungen fehlen, droht ein Defizit. Nun hat der Gemeinderat über eine finanzielle Unterstützung entschieden.

Großkarolinenfeld – Die offene Ganztagsschule (oGTS) an der Max-Joseph-Mittelschule betreut Schüler von der fünften bis zehnten Klasse nach dem regulären Unterricht. Sie wird von der Diakonie Rosenheim durchgeführt. Es gibt eine Hausaufgabenbetreuung und Angebote wie eine Quali-Vorbereitung.

Bis auf das gemeinsame Mittagessen ist die oGTS für die Schüler kostenlos. „Das ist ein wichtiges Angebot bei uns“, betonte Michael Elzenbeck, kommissarischer Schulleiter, in der vergangenen Sitzung des Gemeinderates.

Das Problem: Wenn sich zu wenige Kinder anmelden, kann die oGTS nicht kostendeckend angeboten werden. Daher hat die Diakonie Rosenheim einen Antrag auf einen Defizitausgleich an die Gemeinde Großkarolinenfeld gestellt. Für das Schuljahr 2026/2027 fehlen noch acht Anmeldungen für eine zweite Gruppe. Damit ergibt sich ein Fehlbetrag von gut 9.000 Euro.

Vonseiten der Gemeindeverwaltung hieß es, dass ein Defizitausgleich der Gemeinde nicht vorgesehen sei. Man trage bereits einen Mitfinanzierungsanteil und komme damit seiner gesetzlichen Pflicht nach. Es sei den Gemeinden nicht möglich, Defizite auszugleichen. „Wir sehen hier die Regierung in der Pflicht, die finanziellen Rahmenbedingungen so zu setzen, dass eine adäquate Aufgabenerfüllung durch den Träger gewährleistet ist“, so die Stellungnahme der Finanzverwaltung.

Allerdings werde das Angebot der oGTS so hoch geschätzt, dass ein einmaliger freiwilliger Zuschuss vertretbar sei. Die Situation werde jährlich neu bewertet und könne sich durch veränderte Anmeldezahlen wieder verändern. Zuvor beantragte Defizitausgleiche mussten wegen nachträglicher Anmeldungen teils gar nicht abgerufen werden. „Wir wollen die oGTS im nächsten Schuljahr mit guter Qualität anbieten“, so Robert Kirchberger von der Diakonie. Damit wolle man die Schüler motivieren, sich anzumelden, um bald wieder zwei Gruppen besetzen zu können.

Schechen hilft
ebenfalls mit

Bürgermeister Anton Wallner (CSU) berichtete, die oGTS werde zur Hälfte von Kindern aus der Gemeinde Schechen besucht. Er habe mit Bürgermeister Stefan Adam Kontakt aufgenommen, der zugesagt habe, Schechen werde sich ebenfalls beteiligen. Damit blieben für Großkarolinenfeld rund 6.000 Euro zu bezahlen. Das Gremium stimmte einstimmig dafür, sich beim Defizit für die oGTS zu beteiligen.

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