Grünes Licht im Gemeinderat: Ja zum Jugendtreff

von Redaktion

Der geplante Jugendtreff in Aschau nimmt konkrete Formen an. Jugendbeauftragter Bastian Knickenberg hat im Gemeinderat ein Finanzierungskonzept für den Umbau der alten Umkleiden an der Priental-Halle vorgestellt. Die Räte stimmten dem Vorhaben einstimmig zu.

Aschau im Chiemgau – Nägel mit Köpfen gemacht hat der alte und neue Jugendbeauftragte Bastian Knickenberg. Er hat schon großes Lob und, was noch wichtiger ist, große Zustimmung bei der Vorstellung eines Jugendtreffs im April dieses Jahres erhalten. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats konnte er nun ein Finanzierungskonzept für die Umbaupläne der alten Umkleiden bei der Priental-Halle präsentieren. Da mittlerweile der neue Gemeinderat im Amt ist, fasste er noch einmal die Planungen und den Sachstand zusammen.

Großer Wunsch nach
neuem Jugendtreff

Seit dem Abriss der alten Sporthalle gibt es keinen Jugendtreff mehr, aber der Bedarf ist da. Das hatten Gespräche und gut 120 Rückmeldungen auf eine diesbezügliche Anfrage ergeben. Drei mögliche Betreuer, zwei junge Frauen und ein junger Mann aus Aschau, hatten bereits Interesse bekundet. Einige Eltern hatten sich ebenfalls schon als Mithelfer angeboten, was Knickenberg auch bei einem erneuten Ortstermin zugesagt wurde. „Da herrschte wirklich ein guter Drive“, bestätigte Bürgermeister Simon Frank von der Wählergruppe Zukunft für Aschau (ZfA).

Die alten Umkleiden neben der neuen Priental-Halle, die derzeit von der Gemeinde und dem WSV als Lager genutzt werden, sollen zum neuen Jugendtreff umgebaut werden. Vor der Tür gebe es einen „charmanten Grillplatz, den die Fußballer angelegt haben“. Im Gebäude sollen nach verschiedenen Umbaumaßnahmen – angefangen von der Dämmung und Elektroarbeiten bis hin zu Fliesen, Fenstern und Türen – ein Aufenthaltsraum, eine Küchenzeile, ein Spiele- und Arbeitsbereich sowie Stauraum entstehen.

Knickenberg ging dann auf die Kosten für den Jugendtreff ein: Den Sanierungsaufwand bezifferte er mit rund 70.000 Euro, „sofern nicht gravierende unvorhersehbare Erkenntnisse eintreten“. Erfreulicherweise gebe es bereits eine Zusage in Höhe von 50.000 Euro; zwei ortsansässige Stiftungen hätten dies dem Bürgermeister verbindlich versprochen. Auch der Gewerbeverein werde sich mit 1.800 Euro einbringen. Es fehlten also noch rund 18.000 Euro, rechnete Knickenberg vor.

Die Gemeinde Aschau hat 10.000 Euro in den Haushaltsplan 2026 eingestellt. Die weitere Deckungslücke soll durch Einzel- beziehungsweise Vereinsspenden, Förderungen und Kompensationen durch Eigenleistungen geschlossen werden. „Eventuell haben wir noch weitere potenzielle Spender“, schloss Knickenberg seine Präsentation.

Monika Schmid von der Fraktion Freie Wählergemeinschaft Aschau/Grüne/ Aschauer Bürgerliste (FWGA/GRÜNE/ABL) ergänzte, dass der Gewerbeverein auf seiner Sitzung am Vorabend der Gemeinderatssitzung beschlossen habe, diese Summe auf 2.000 Euro zu erhöhen. Sie begrüßte das Vorhaben, denn es fehle ein geeigneter Raum für die jungen Menschen im Ort.

Einstimmiges Votum
im Gemeinderat

Elmar Stegmeier (CSU) hakte nach, wie sich ein neuer Aschauer Jugendtreff auf den Priener Jugendtreff auswirke. Das Gebäude in Aschau würde für den Bedarf der Aschauer Jugendlichen passen, meinte Knickenberg. Überhaupt gebe es da kein Entweder-oder.

Da keine weiteren Nachfragen kamen, ließ Bürgermeister Frank über den Beschlussvorschlag – die bauliche Umsetzung gemäß den vorgestellten Projektinformationen samt Finanzierungskonzept und die Einleitung weiterer Schritte durch den Bürgermeister und die Verwaltung – abstimmen. Einstimmig wurde der Beschlussvorschlag angenommen.

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