Rentmeister-Steg ist nicht zu retten

von Redaktion

Aschaus Gemeinderat beschließt einstimmig einen Ersatzneubau

Aschau – Der Rentmeister-Steg muss dringend saniert werden. Das ist das Ergebnis einer turnusmäßigen Bauwerksprüfung gewesen. Martin Stuffer vom Tiefbauamt hat in der jüngsten Sitzung erläutert, wie es um den Rentmeister-Steg bestellt ist. Eine solche Bauwerksprüfung finde alle sechs Jahre statt, der Rentmeister-Steg sei aufgrund der vorhandenen Mängel nicht mehr sanierbar. Ähnlich wie beim Sollinger-Steg sei ein Ersatzneubau erforderlich.

Zweite Meinung
eingeholt

Da die Brücken nicht weit voneinander entfernt liegen, könnte die Planung an die Bauweise des Sollinger-Stegs angelehnt werden, damit ein einheitliches Erscheinungsbild gegeben ist. Zudem seien hier schon Erfahrungswerte und Ausschreibungsunterlagen vorhanden. Gegebenenfalls könnte der Rentmeister-Steg eine reine Fußgängerbrücke werden und somit auch ein wenig schmaler und mit niedrigerem Geländer ausgeführt werden. Um weiteren Nachfragen vorzubeugen, erwähnte Stuffer weiter, dass man bezüglich des Zustands des Rentmeister-Stegs auch eine zweite Meinung eingeholt habe. Ein temporärer Erhalt der Fußgängerbrücke sei gegebenenfalls möglich, aber alles in allem laufe es auf einen Ersatzneubau hinaus. Stuffer gab weiter zu bedenken, dass der Forellen-Steg – nach Süden hin die nächste Fußgängerbrücke – im kommenden Jahr anstehe.

„Auf Gemeindegebiet haben wir 99 Brücken“, ergänzte Bürgermeister Simon Frank von der Wählergruppe Zukunft für Aschau (ZfA). Diese müssten sicher sein, es sei schließlich auch eine Haftungsfrage. Wast Pertl von der Freien Wählergemeinschaft Aschau/Grü- ne/Arbeitnehmer-Bürger-Liste (FWGA/Grüne/ABL) fragte, ob es denn so viele Brücken brauche. Michael Andrelang von der Christlich-Sozialen Union (CSU) bejahte dies, bat aber darum, dass ein neuer Rentmeister-Steg „nur“ auf Fußgänger ausgerichtet sein sollte. Dr. Silke Helfmeyer (FWGA/Grüne/ ABL) sprach sich für eine Sperrung der Brücke und einen späteren Neubau aus.

Sebastian Schmid (ZfA) meinte, dass man eine Brücke auch mit kleinem Budget sanieren könne. Er fand es „auffällig“ und „schockierend“, dass sich der Zustand binnen sechs Jahren so massiv verschlechtert habe. Monika Schmid (FWGA/Grüne/ABL) erkundigte sich nach Fördermöglichkeiten: Man könnte den Rentmeister-Steg spannend, beispielsweise als Hängebrücke, gestalten. „Das wäre mal was anderes.“ Gerhard Knickenberg (ZfA) regte an, beide Brücken, also den Rentmeister- und den Forellen-Steg, parallel anzugehen. Diese könnten dann parallel in gleicher Form ausgeführt werden, was sich sicher auch im Preis niederschlage. Dr. Andreas Zillmann (ZfA) sprach sich ebenfalls für den Erhalt der beiden Brücken aus, denn die Brücke beim Brucker biete „nicht genügend Raum für Fußgänger.“

Einstimmiger Beschluss
für Neubau

Martin Stuffer merkte an, dass im Haushalt 350.000 Euro für den Brückenneubau angesetzt seien. Frank fasste das Meinungsbild in einem Beschlussvorschlag zusammen: Ersatzneubau des Rentmeister-Stegs, Erstellen einer Planung auf Grundlage des Sollinger-Stegs und parallel Beantragung des Wasserrechts. Die Planungsleistungsphasen eins und zwei sollen in mindestens zwei Varianten samt Kostenschätzung in der kommenden Sitzung vorgestellt werden, und die Möglichkeit einer gekoppelten Ausschreibung und Vergabe für den Forellen-Steg ist zu prüfen. Die Gemeinderäte stimmten diesem Vorschlag mit 20:0 zu.

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