Obing/Pittenhart – So mancher Anwohner in Obing und Pittenhart wird sich zuletzt über die vielen Einsatzfahrten mit Blaulicht und teilweise Martinshorn gewundert haben. Die Jugendfeuerwehr veranstaltete erneut ihren „Berufsfeuerwehr-Tag“.
Los ging es am Samstag um 10 Uhr im Obinger Feuerwehrgerätehaus. Vom Obinger Jugendwart Johannes Thurner wurden 25 Jungfeuerwehrler zu organisatorischen Themen, wie Besprechung der Tagesabläufe, Verhalten bei den Übungseinsätzen und die Fahrzeugeinteilung, aber auch wie sich die Jungen verhalten sollen, wenn tatsächlich eine Einsatzalarmierung bei den Aktiven eintrifft, sehr umfangreich informiert.
Die Räume im Keller des Obinger Feuerwehrhauses wurden zu Quartieren für die Mädchen und Jungen eingerichtet. Ganz schön viel ist den Jugendwarten, Johannes Thurner (Obing) sowie Johannes Eder und Alexandra Egger aus Pittenhart, für die beiden Übungstage eingefallen. Zehnmal schrillte der Alarm im Obinger Feuerwehrhaus und es wurde jedes Mal in Windeseile ausgerückt. Entsprechend der Alarmierung sind die erforderlichen Fahrzeuge im Einsatz und natürlich waren die jeweiligen Maschinisten der aktiven Feuerwehrler für die Fahrzeuge dabei. Dabei ist alles, von Fehlalarm, über Technische Hilfeleistung bei einem Verkehrsunfall bis hin zum Flächenbrand.
Für die Pittenharter Jungfeuerwehrler Christoph (15) und Dominik (14) Schartner hat der Berufsfeuerwehrtag sehr viel gebracht, wie sie sagen ist es „cool“, wie man so den Alltag eines Feuerwehrlers kennenlernt, gerade bei den Einsätzen total eingebunden ist, sehr viel dazulernt und auch Entscheidungen treffen darf. Sebastian Obermaier (16) findet solche Übungstage auch cool und lehrreich, für ihn war es schon eine Herausforderung, als mitten in der Nacht der Alarm losging und sie trotz des wenigen Schlafes wieder ausrücken mussten. Lukas Schartner (14) sagt, dass die realistischen Einsätze viel mehr bieten und dass man dabei als Jugendlicher viel mehr lernt als bei den üblichen Übungen.
Auch die Jugend der Feuerwehr Obing sieht in der 24-Stunden-Übung ein großes Potenzial, das bisher Erlernte bei den realistisch durchgeführten Einsätzen anzuwenden, viele Erfahrungen zu sammeln und dazuzulernen. Paul Stettner und Lars Rosenlehner sprechen die tolle Gemeinschaft an, wie auch Adrian Schachinger und Marco Jursie (alle 14), für die, wie sie sagen, alles gepasst und trotz der Anstrengung auch noch Spaß gemacht hat.
Bei allem Stress und den vielen aufeinanderfolgenden Übungen kam der Spaß in der Gemeinschaft nicht zu kurz. Bei den hochsommerlichen Temperaturen war der auf dem Hof des Feuerwehrhauses aufgebaute Pool eine sehr willkommene Abwechslung. Auch für das leibliche Wohl der angehenden Feuerwehrleute war bestens gesorgt.
Wenn es auch anstrengend war, die beiden Übungstage waren ein voller Erfolg für alle Beteiligten. Die Jungfeuerwehrler konnten viele Eindrücke sammeln.
Emmy Künzner-Hingerl