Kiefersfelden – Der Japankäfer nimmt Bayern in die Zange: Vergangene Woche fingen die Experten der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) Japankäfer nahe Lindau am Bodensee sowie im Raum Kiefersfelden. Wie die LfL mitteilt, erfolgten die Funde zum dritten Mal in Folge im Rahmen des nationalen Monitorings zur Früherkennung von Quarantäne-Schadorganismen, das seit 2021 für den Japankäfer durchgeführt wird. Der Quarantäneschädling war bereits 2024 und 2025 in beiden Regionen festgestellt worden. „Eine etablierte Population in Bayern konnte bislang nicht nachgewiesen werden“, beruhigt die LfL. Einzelne Käferfunde bedeuteten noch nicht, dass sich der Japankäfer dauerhaft angesiedelt habe. Zur Einordnung der aktuellen Funde führt die LfL weitere Untersuchungen im Umfeld der Fundorte durch und überwacht die Situation eng. Der aus Nordostasien stammende Japankäfer (Popillia japonica) ist in der EU meldepflichtig. Er befällt mehr als 400 Pflanzenarten. Der Käfer kann als „blinder Passagier“ über Fahrzeuge oder Gepäck eingeschleppt werden. Der Japankäfer ist acht bis elf Millimeter lang – etwa so groß wie eine Kaffeebohne. Kennzeichnend sind der metallisch grüne Kopf, die kupferbraunen Flügeldecken sowie fünf weiße Haarbüschel an jeder Hinterleibsseite und zwei weitere am Hinterleibsende. Wer einen solchen Käfer entdeckt, möge das Tier einfangen, ein Foto machen sowie die Angabe des Fundortes per E-Mail an popillia@lfl.bayern.de melden.