Neue mobile Barrieren für Frasdorf

von Redaktion

Wenn Sturzfluten und Starkregen drohen, muss es schnell gehen. Die Gemeinde Frasdorf hat deshalb neue mobile Hochwasserschutzbarrieren angeschafft. Diese sollen im Ernstfall die Arbeit der freiwilligen Feuerwehr und des Bauhofs erleichtern.

Frasdorf – Es sieht simpel aus und ist doch ein wahrer Segen: die Boxwall. Mehrere ineinandergebaute Elemente ergeben einen Pool, der als flexibler Wasserspeicher bei Großbränden oder zum Verhindern von Umweltschäden beim Austritt von verunreinigtem oder kontaminiertem Wasser eingesetzt werden kann. Damit die Freiwillige Feuerwehr (FFW) bei Sturzregen und Überflutungen noch schneller reagieren kann, hat die Gemeinde Frasdorf neue Hochwasserschutzbarrieren angeschafft.

Frasdorfs Bürgermeister Daniel Mair, der bei der Auslieferung zugegen war, überzeugte sich davon, dass die Boxwall einfach zu handhaben ist, denn: „bei Hochwasser muss es schnell gehen.“ Das können auch Sepp Schaeffer und Peter Bauer vom Bauhof bestätigen. Letzterer ist zugleich Kommandant der FFW Umrathshausen. Bisher habe man massiv Sandsäcke eingesetzt, die jedoch sehr aufwendig zu lagern, zu füllen, zu transportieren und zu verbauen seien und insbesondere in der prekären Anfangsphase eines Hochwassers nur begrenzt zur Verfügung stünden.

Der Gemeinderat Frasdorf hatte kürzlich in einer nichtöffentlichen Sitzung für die Beschaffung von Hochwasserschutzbarrieren für Straßen und die Pumpstation Unterprienmühle gestimmt. Der günstigste Anbieter, die Firma Stirner, kam schlussendlich zum Zug. Alfred Eder von der Firma Stirner musste nur wenige Anweisungen geben, da sich der Aufbau der Boxwall mehr oder weniger von selbst erkläre. Mit den insgesamt 26 geraden Elementen und 13 Innen- und Außenwinkeln kann die FFW einen bis zu 23 Meter langen und 50 Zentimeter hohen Pool aufbauen. „Ein einfaches, robustes, schnell einsetzbares und leicht zu reinigendes System.“ Es ist transportabel, selbstverankernd und ohne Werkzeug montierbar.

Ein Element wiegt gerade einmal sechs Kilogramm – selbst die Reporterin durfte mit anfassen. „Die Elemente lagern wir auf einer Europalette im Bauhof, da können wir und die FFW im Bedarfsfall gleich drauf zugreifen“, erklärt Schaeffer. Und was verbirgt sich in dem Zeltsack? Ein weiterer mobiler Hochwasserschutz. Unausgerollt mutet die Plane eher wie eine Kinderwassergleitbahn an.

Aber mit dem Ausrollen zeigt sich das Innenleben: Kammern öffnen sich mit dem Eintritt des Wassers und bilden einen 50 Zentimeter hohen Damm. „Ein wirksamer Hochwasserschutz“, findet Bauer. Man könne die Flexwall nämlich überall ausrollen, sowohl auf ebenen als auch auf unebenen Flächen.

Bisher zeigte sich die Feuerwehr erfinderisch: Wenn das Wasser schnell abgeleitet werden musste, habe man auch schon mal den Schneepflug verwendet. Jetzt gibt es die Flex- und die Boxwall, und Sandsäcke werden auch künftig zum Einsatz kommen.

Bürgermeister Mair sieht die Gemeinde gut gerüstet für den schnellen Schutz bei Unwetter und Hochwasser. Schaeffer ergänzt: „Und es erleichtert unsere Arbeit und die der Feuerwehr.“

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