Auszeit für Helfer im Alltag

von Redaktion

Das Christliche Sozialwerk lädt am Samstag, 18. Juli, zum „Markt der Möglichkeiten“ nach Flintsbach ein. Von 10 Uhr bis 14 Uhr erhalten pflegende Angehörige im Mehrgenerationenhaus Tipps, Beratung und Entspannung. Das Angebot soll den Helfern eine Auszeit bieten und sie im Alltag stärken.

Flintsbach – Viele Angehörige in der Region übernehmen Tag für Tag Verantwortung für einen nahestehenden Menschen. Oft geschieht das leise, selbstverständlich und ohne große öffentliche Aufmerksamkeit. Die Unterstützung beginnt nicht selten mit kleinen Handgriffen im Alltag und wächst mit der Zeit zu einer Aufgabe, die Kraft kostet und das eigene Wohlbefinden in den Hintergrund drängt.

Pflegenden Angehörigen
neue Impulse geben

Um diesen Menschen eine Auszeit zu ermöglichen und ihnen neue Impulse für den Pflegealltag zu geben, lädt das Christliche Sozialwerk (CSW) Degerndorf-Brannenburg-Flintsbach am Samstag, 18. Juli, von 10 bis 14 Uhr zum „Markt der Möglichkeiten“ in den Garten des Mehrgenerationenhauses ein.

Die Veranstaltung wird vom Bündnis für Gesundheit der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) Bayern unterstützt und ist Teil des Projekts „PAsst II“, das pflegende Angehörige in Flintsbach und Brannenburg gezielt stärken soll. Ziel ist es, einen Raum zu schaffen, in dem pflegende Angehörige innehalten und auftanken können. Der Vormittag ist bewusst niedrigschwellig gestaltet: Besucher können kommen und gehen, wie es für sie passt, und sich frei zwischen den Angeboten bewegen.

Vorträge und Entspannungsangebote

Ein Vortrag der Pflegeexpertin Sabine Tschainer von AufschwungAlt bildet einen inhaltlichen Schwerpunkt. Sie zeigt auf, weshalb das eigene Wohlbefinden eine zentrale Voraussetzung dafür ist, langfristig für andere da sein zu können. Ergänzt wird der Vortrag durch verschiedene Bewegungs- und Entspannungsangebote, darunter Yoga, kurze Übungen aus dem Konzept „Bewegung trotz(t) Demenz“ sowie kinästhetische Impulse zur Mobilisation Pflegebedürftiger. Die Angebote sollen dazu ermutigen, Neues auszuprobieren und kleine alltagsnahe Entlastungsmomente zu entdecken.

Auch kreative Aktivitäten gehören zum Programm. Singen, Tanzen oder Gestalten schaffen kleine Inseln der Aktivierung, die pflegenden Angehörigen ebenso guttun können wie den Menschen, die sie unterstützen. Die Tagespflege gibt Einblicke in Beschäftigungen, die sich im Alltag bewährt haben – von Spielen bis zu kurzen Märchengeschichten. So können Besucher Anregungen mitnehmen, die sich leicht in den eigenen Pflegealltag integrieren lassen.

Beratung und
Austausch vor Ort

Für praktische Fragen stehen die Pflegeberater des CSW, der Pflegestützpunkt Rosenheim und die Caritas-Fachstelle für pflegende Angehörige bereit. Sie informieren zu Pflege, Wohnen, Ernährung und finanzieller Unterstützung und bieten pflegepraktische Übungen an. Darüber hinaus gibt es Hinweise zum Umgang mit herausfordernden Situationen, etwa bei Demenz. Wer möchte, kann mit anderen pflegenden Angehörigen ins Gespräch kommen oder ehrenamtliche Begleiter kennenlernen, die im Alltag entlasten können.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Kaffee, Kuchen und Imbiss sorgen dafür, dass die Veranstaltung nicht nur informativ, sondern auch wohltuend wird. Das CSW möchte pflegende Angehörige frühzeitig stärken – bevor die Belastung zu groß wird – und ihnen zeigen, wie wichtig es ist, gut für sich selbst zu sorgen, um auch langfristig für andere da sein zu können.

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