Nußdorf – Kurz bevor der Schlegel fiel, wurde es im Festzelt still. Viele verfolgten den Moment aufmerksam, die Musikkapelle Nußdorf stand bereit, und nach drei Schlägen lief das Bier aus dem Fass. Applaus setzte ein, und die Kapelle begann zu spielen.
Mit diesem Anstich hat Bürgermeisterin und Schirmherrin Susanne Grandauer am gestrigen Donnerstagabend die Festwoche eröffnet, auf die viele im Ort seit Monaten hingearbeitet haben. Der Auftakt markiert den Beginn einer Festwoche, die Nußdorf zehn Tage lang prägen wird – mit dem 130-jährigen Jubiläum des Trachtenvereins „Alpenrose“ und dem 106.Gaufest des Bayerischen Inngau-Trachtenverbands.
In ihrer Ansprache erinnerte Grandauer an die lange Vorbereitung und dankte den vielen Helferinnen und Helfern, die das Fest möglich gemacht haben – vom Vorstandsteam um Andreas Maier über den Festausschuss unter Leitung von Peter Oberauer bis hin zu den Ortsvereinen und Sponsoren. Sie überreichte dem Verein ein Geschenk zur Unterstützung der Jugendarbeit und rief die Nußdorfer dazu auf, „gute Gastgeber“ zu sein.
Am heutigen Freitag folgt der Gauheimatabend, der mit dem Totengedenken um 18 Uhr beginnt und ab 20 Uhr musikalisch gestaltet wird. Der Festsonntag wird zum Höhepunkt der Woche: Ab 8 Uhr empfängt der Verein die Gäste, um 9.15 Uhr setzt sich der Kirchenzug in Bewegung, um 10 Uhr beginnt der Festgottesdienst im Waldpark, und um 14 Uhr zieht der große Festzug durch das geschmückte Dorf. Am Montag klingt das Wochenende mit dem traditionellen Kesselfleischessen aus, begleitet von der Kranzhornmusi und den Jungen Hinterbergern.
Die weiteren Programmpunkte – vom Seniorennachmittag über das Familienkonzert bis hin zu Volksmusikabend, Schnoizatreffen, Blasmusikabend und „Nußdorf spuid auf bei Bier und Wein“ – ist weiträumig plakatiert und online abrufbar unter www.gaufest26.de.