Tipps zu Balkonkraftwerken

von Redaktion

Neuwahlen beim Bund Naturschutz Stephanskirchen/Riedering

Stephanskirchen/Riedering – Mit deutlichen Worten forderte Peter Wiedeburg bei der Jahresversammlung der Ortsgruppe Stephanskirchen/Riedering des Bund Naturschutz, dass Bäume im Siedlungsbereich künftig genügend Platz für ihr Wurzelwerk erhalten müssten. Im Mittelpunkt des Treffens standen neben diesem Fachvortrag auch die Neuwahlen des Vorstands sowie ein weiterer Vortrag zum Thema Balkonkraftwerke, wie die Ortsgruppe in einer Pressemitteilung berichtet.

Bei den Neuwahlen wurde Peter Wiedeburg als Vorsitzender im Amt bestätigt. Hans Büchele, der über 30 Jahre lang als stellvertretender Vorsitzender mit besonderem Schwerpunkt auf Riedering tätig war, stellte sich nicht erneut zur Wahl. Wiedeburg dankte ihm ausdrücklich für sein ausdauerndes Engagement und seine tätige Hilfe in zahlreichen Projekten. Büchele will sich künftig als Beisitzer weiter in der Ortsgruppe einbringen.

Zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden wählten die Mitglieder Dr.Christian Sievi aus Stephanskirchen. Als weiterer Beisitzer wurde Bernhard Warkentin neu gewählt.

In seinem Vortrag zu Bäumen im Siedlungsbereich erläuterte Wiedeburg, dass das Wurzelwerk von Bäumen weit über den Kronenradius hinausreiche. Werde der Wurzelraum zu stark eingeengt, gekappt oder verdichtet, wachse ein Baum nur verzögert und bleibe mickrig.

Besonders problematisch sei es, wenn Stadtbäume in Kanalringe gepflanzt würden. Wiedeburg forderte deshalb, die Baumplanung bereits bei der Straßenplanung so zu berücksichtigen, dass die Bäume ausreichend wachsen könnten. Nur so ließen sich Bäume im Klimawandel wirksam für Abkühlung nutzen.

Christian Sievi widmete sich in seinem Vortrag den sogenannten Balkonkraftwerken. Demnach habe jeder Mieter das Recht, eine Balkonanlage anzubringen. Ein Vermieter könne dies nicht allein mit dem Verweis auf die „Schönheit der Fassade“ verweigern – es sei denn, das Gebäude stehe unter Denkmalschutz.

Ein Balkonkraftwerk koste derzeit bei Selbstmontage etwa 500 Euro und amortisiere sich durch die Stromersparnis spätestens nach fünf Jahren. Die jährliche Ersparnis von mindestens 100 Euro, berechnet bei konstant 30 Cent Stromkosten pro Kilowattstunde, falle darüber hinaus über 20 Jahre und länger an. Daraus ergebe sich laut Sievi eine Rendite von mehr als 18 Prozent pro Jahr.

Angesichts der geringen Bürokratie und des einfachen Anschlusses an eine gewöhnliche Steckdose zeigte sich Sievi verwundert darüber, dass nicht schon weit mehr Balkonkraftwerke an Häusern zu sehen seien.

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