Kämmerer legt Halbjahresbericht vor

von Redaktion

Der Haushalt der Gemeinde Amerang hat sich im ersten Halbjahr weitgehend planmäßig entwickelt. Bei der Gewerbesteuer zeichnete sich jedoch ab, dass der Ansatz von fünf Millionen Euro wohl nicht erreicht wird. Zudem standen mögliche Rückzahlungen im Raum. Dennoch blieb die finanzielle Lage der Gemeinde solide.

Amerang – Die Haushaltsentwicklung der Gemeinde Amerang verläuft bislang weitgehend planmäßig. Größere Überraschungen gebe es weder auf der Einnahmen- noch auf der Ausgabenseite, informierte Kämmerer Anton Görgmayr im Halbjahresbericht.

Bereits 78
Prozent verbucht

Gleichzeitig machte er deutlich, dass die außergewöhnlich hohen Gewerbesteuereinnahmen der vergangenen Jahre künftig wohl nicht mehr zu erwarten sind.

Von den im Verwaltungshaushalt veranschlagten Einnahmen konnten bis zum Stichtag bereits 78 Prozent verbucht werden. Die Beteiligung an der Einkommensteuer entwickelt sich laut Görgmayr stabil. „Hier erwarten wir keinen größeren Einbruch“, sagte der Kämmerer. Noch positiv fällt die Zwischenbilanz bei der Gewerbesteuer aus. Dennoch sei nach den Rückmeldungen der örtlichen Unternehmen, deren Entwicklung stark von der Konjunktur beeinflusst werde, nicht damit zu rechnen, dass der Haushaltsansatz von fünf Millionen Euro erreicht werde. Möglicherweise müssten Vorauszahlungen herabgesetzt oder Rückerstattungen geleistet werden, so der Kämmerer.

Im Vermögenshaushalt laufen die geplanten Investitionen weitgehend nach Plan. Schwerpunkte sind der Bau des Geh- und Radwegs nach Unterratting, die Erschließung des Baugebiets Kirchensur sowie die erstmalige Herstellung der Obinger Straße. Hinzu kommen im weiteren Jahresverlauf Ausgaben für Grunderwerb, den Abschluss des Breitbandausbaus, den Wandlweg und die Freianlagen im Baugebiet Kammer. Dem stehen unter anderem Fördermittel für das Haus für Kinder sowie Einnahmen aus Grundstücksverkäufen gegenüber.

Fest steht, die Finanzlage der Gemeinde bleibt solide. Der Rücklagenbestand wird auf rund 9,2 Millionen Euro geschätzt, dem stehen Schulden von rund 4,25 Millionen Euro gegenüber. Kassenkredite mussten bislang nicht aufgenommen werden. Abwartend blickt die Gemeinde jedoch auf die kommenden Jahre. Bereits jetzt sei absehbar, dass die Kreisumlage im Jahr 2027 aufgrund der hohen Steuereinnahmen von 2025 auf rund sieben Millionen Euro steigen werde, erläuterte Görgmayr. „Das wird uns schon beschäftigen.“ Die Haushaltsentwicklung verlaufe derzeit zwar stabil, die Zeit der sprudelnden Steuereinnahmen sei aktuell jedoch vorbei, ergänzte Bürgermeister Konrad Linner.

Investitionen noch
sorgfältiger priorisieren

„Wir haben keine ganz schwierige Kassenlage, aber es ist halt nicht mehr so komfortabel“. Investitionen müssten deshalb noch sorgfältiger priorisiert werden“. Wir haben in den letzten Jahren gut investiert und alles sauber beieinander. Da kommen wir auch durch magerere Jahre“, stellte Gemeinderätin Christl Kerstens fest.

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