Raubling – Wie lässt sich Klimaschutz ganz konkret im Schulalltag leben? Die „Woche der Nachhaltigkeit“ am Inntal-Gymnasium Raubling hat zahlreiche Antworten geliefert. Mit kreativen Aktionen, spannenden Projekten und viel Engagement setzten Schüler, Lehrkräfte und die gesamte Schulfamilie ein sichtbares Zeichen für mehr Nachhaltigkeit.
Das Engagement kommt nicht von ungefähr: Seit Herbst 2024 trägt das Inntal-Gymnasium die Auszeichnung „Klimaschule“. Um diesen Titel auch künftig führen zu dürfen, bewirbt sich die Schule im kommenden Schuljahr erneut um die Rezertifizierung. Dazu gehören unter anderem die Umsetzung verschiedener Klimaschutzprojekte sowie die erneute Ermittlung des CO2-Fußabdrucks der Schule. Das gemeinsame Ziel ist klar: Schritt für Schritt soll das Inntal-Gymnasium noch klimafreundlicher werden.
Die „Woche der Nachhaltigkeit“ machte dieses Ziel auf vielfältige Weise erlebbar. Bereits der Schulweg wurde zum Beitrag für den Klimaschutz: Tägliche Radlgruppen motivierten dazu, möglichst viele Wege mit dem Fahrrad zurückzulegen.
Für eine gesunde und nachhaltige Stärkung in der Pause sorgten die Schüler der zehnten Klassen. Der Erlös ihres Pausenverkaufs fließt in das Baumpflanzprojekt „Treemer“ sowie die Anschaffung eines Bewässerungssystems für die Hochbeete und verbindet so gesunde Ernährung mit aktivem Klimaschutz.
Auch das Thema Ressourcenschonung spielte eine wichtige Rolle. Bei Sammelaktionen konnten alte „Schubladenhandys“ und Korken im SMV-Raum abgegeben werden, damit wertvolle Rohstoffe dem Recycling zugeführt oder noch funktionsfähige Geräte über die Caritas bedürftigen Menschen zur Verfügung gestellt werden können. Die gesammelten Korken werden der Firma „Doghammer“ zur Produktion nachhaltiger Schuhe zur Verfügung gestellt.
In der Bibliothek luden Thementische dazu ein, sich mit den Ursachen und Folgen des Klimawandels auseinanderzusetzen. Darüber hinaus gab es eine Vorleseaktion für ganze Klassen sowie das bewährte Sammeln alter Schullektüren, um für die kommenden Jahre nachhaltige Klassensätze für den Unterricht bereitstellen zu können. Im Unterricht und in Vertretungsstunden beschäftigten sich die Schüler auf ganz unterschiedliche Weise mit nachhaltigen Themen – von informativen Unterrichtseinheiten bis hin zu einem Energie-Scout-Workshop für die 5. Klassen. Bereits während der Aktionswoche begannen außerdem die Vorbereitungen für die beliebte Kleidertauschbörse – wieder in Zusammenarbeit mit dem Second-Hand-Laden Neubeuern –, die beim Schulfest stattfinden wird. Dort wechseln dann gut erhaltene Kleidungsstücke ihre Besitzer und setzen ein Zeichen gegen Fast Fashion.
Die „Woche der Nachhaltigkeit“ ist dabei nur ein Teil des langfristigen Engagements der Schule.
Das Inntal-Gymnasium beteiligt sich regelmäßig am Stadtradeln, hat im gesamten Schulhaus ein neues Mülltrennsystem eingeführt, spart durch Bewegungsmelder Energie und rüstet nach und nach Perlatoren zum Wassersparen nach. Viele kleine Maßnahmen ergeben zusammen einen großen Schritt in Richtung einer klimafreundlichen Schule.