Starke Gemeinschaft im Inntal

von Redaktion

Christliches Sozialwerk feiert 50-jähriges Bestehen

Nußdorf – Das Christliche Sozialwerk Neubeuern-Nußdorf-Törwang hat sein 50-jähriges Bestehen gefeiert. Beim Festabend haben Gemeinden, Mitglieder und Mitarbeiter die Entwicklung einer Einrichtung gewürdigt, die heute 521 Mitglieder zählt und mehr als 150 Menschen betreut. Die Veranstaltung hat eindrucksvoll gezeigt, wie stark das Sozialwerk in der Region verankert ist.

Fünf Jahrzehnte nach seiner Gründung hat das Christliche Sozialwerk Neubeuern-Nußdorf-Törwang gezeigt, wie lebendig eine Initiative bleiben kann, wenn sie von Menschen getragen wird, die sich über Generationen hinweg engagieren. Zum Festabend begrüßte Konrad Bauer, Vorstandsmitglied und Moderator des Abends, die Gäste mit einer kurzen Eingangsrede, in der er die besondere Bedeutung des Jubiläums für die drei Gemeinden hervorhob.

Anschließend sprach Dr. Michael Gierlinger, seit 2009 Erster Vorsitzender des Sozialwerks, der den Verein nach außen vertritt. In seiner Ansprache dankte er allen Mitarbeitern, Ehrenamtlichen und Unterstützern für ihre Arbeit und dafür, dass das Sozialwerk über Jahrzehnte hinweg ein verlässlicher Anker für die Region geblieben ist. Auch die Bürgermeister der drei Gemeinden waren anwesend und unterstrichen mit ihrer Teilnahme den Stellenwert, den das Sozialwerk im sozialen Gefüge des Inntals einnimmt. 1974 wurde das Sozialwerk mit 39 Mitgliedern gegründet, sechs von ihnen leben heute noch. Dass nun – 50 Jahre nach der Gründung – erneut 39 Mitglieder für ihre fünf Jahrzehnte währende Treue zum Sozialwerk geehrt wurden, verlieh dem Jubiläum eine seltene historische Geschlossenheit.

Geehrt wurde auch Anni Kirchner, die als erste Mitarbeiterin des Sozialwerks vor einem halben Jahrhundert ihren Dienst aufnahm. Gemeinsam mit ihr wurde Resi Auer gewürdigt, die ebenfalls zu den prägenden Frauen der Anfangszeit zählt. Für einen lebendigen Moment sorgte Rupert Poll, Gründungsmitglied, der mit leiser Ironie und warmem Ton aus den improvisierten frühen Jahren erzählte – von spontanen Pflegefahrten, ersten Einsätzen und dem Gemeinschaftsgeist, der das Sozialwerk von Beginn an getragen hat.

Heute zählt der Verein 521 Mitglieder. Pflegedienstleiterin Christine Schmidt berichtete, dass das Sozialwerk aktuell rund 152 Patienten betreut. Die Aufgaben reichen von der Behandlungspflege über die Grundpflege bis zu intensiven Beratungsgesprächen mit Angehörigen, die oft selbst an der Grenze ihrer Belastbarkeit stehen. Etwa 70 Familien werden regelmäßig begleitet. Insgesamt arbeiten 33 Personen im Sozialwerk, drei Viertel davon mit pflegerischer oder medizinischer Ausbildung, und seit einiger Zeit bildet der Verein eigene Auszubildende aus. Der medizinische Dienst bescheinigte dem Sozialwerk zuletzt die Note 1,0 – ein Ergebnis, das Schmidt als Bestätigung für die tägliche Arbeit und die Haltung dahinter bezeichnete. Ihr persönliches Leitmotiv formulierte sie schlicht: „Jeden Patienten jeden Tag zum Lachen bringen.“

Ein besonderes Zeichen der Verbundenheit setzten die Gemeinden Neubeuern und Nußdorf sowie der Samerberg, die dem Sozialwerk gemeinsam 5.000 Euro überreichten. Zusätzlich spendete die Samerberger Frauengemeinschaft 500 Euro.

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