Großer Applaus zum Ruhestand

von Redaktion

Sie hat Generationen für Musik begeistert – Obing verabschiedet Lehrerin Gertrud Schwoshuber

Obing – Die Grund- und Mittelschule Obing hat ihre langjährige Musiklehrerin Gertrud Schwoshuber in den Ruhestand verabschiedet. Sie prägte das musikalische Leben der Schule über viele Jahre entscheidend. Für die Zeit danach schmiedete die engagierte Pädagogin bereits neue Pläne.

Es ist ein Abschied voller Musik, Herzlichkeit und bewegender Momente gewesen: Mit einer feierlichen Schulversammlung hat die Grund- und Mittelschule Obing ihre langjährige Lehrerin Gertrud Schwoshuber in den Ruhestand verabschiedet – eine Pädagogin, die das musikalische Leben der Schule über viele Jahre entscheidend geprägt hat.

Den festlichen Auftakt gestaltete die schuleigene Bläsergruppe mit der „Ode an die Freude“.

Dies war ein passender Beginn für die Verabschiedung einer Lehrerin, die Musik nicht nur unterrichtete, sondern sie mit großer Leidenschaft lebte und Generationen von Schülern dafür begeisterte.

Nach ihren ersten Berufsjahren in Augsburg führte Gertrud Schwoshubers Weg über Traunwalchen schließlich nach Obing. Hier wirkte sie viele Jahre als engagierte Klassenleiterin und Musiklehrerin.

Großes Engagement über
den Unterricht hinaus

Ihr Engagement reichte jedoch weit über den Unterricht hinaus. Als Fachberaterin für Musik, Referentin in der Lehrerfortbildung sowie durch ihre Mitarbeit am Bayerischen Kultusministerium und am Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) setzte sie weit über die Region hinaus wertvolle Impulse für den Musikunterricht.

Auch an der Grund- und Mittelschule Obing hinterließ sie bleibende Spuren. Sie initiierte den „Aktionstag Musik“, rief die Bläserklasse ins Leben und führte die Schule zur Auszeichnung „klasse.im.puls“. Mit ebenso großem Einsatz begleitete sie die Grundschule auf ihrem Weg zur „musikbegeisterten Grundschule“, deren Ehrung schließlich sogar durch die Kultusministerin erfolgte.

In seiner Laudatio würdigte Rektor Thomas Duxner vor allem die außergewöhnliche Begeisterung seiner Kollegin für die Musik. „Gertrud Schwoshuber hat unsere Schule musikalisch geprägt wie kaum jemand zuvor. Für sie war Musik nie nur ein Unterrichtsfach, sondern immer eine Herzensangelegenheit, die sie mit großer Freude an ihre Schülerinnen und Schüler weitergegeben hat. Schule und Musik waren ihr Leben – nun bleibt die Musik ihr Leben.“

Dass der engagierten Pädagogin im Ruhestand die Aufgaben nicht ausgehen werden, daran hatte Duxner keinen Zweifel. Auf ihrem Gehöft hat Gertrud Schwoshuber mit viel Herzblut das Chiemgauer Schulmuseum aufgebaut. Zwischen historischen Schulmöbeln und zahlreichen Exponaten ist dort längst ein kultureller Treffpunkt entstanden. Konzerte und musikalische Veranstaltungen machen den Hof weit über die Region hinaus zu einem besonderen Ort der Begegnung.

Ein letzter gemeinsamer
Schlussakkord

„Wer Frau Schwoshuber kennt, weiß, dass die Musik sie auch künftig begleiten wird“, meinte der Schulleiter augenzwinkernd.

Für einen besonders emotionalen Moment sorgte eine Überraschung, die Klassenelternsprecherin Monika Hadrèvi organisiert hatte. Nacheinander überreichten alle Schüler sowie das gesamte Kollegium ihrer Lehrerin jeweils eine Blume. So entstand im Laufe der Feier ein großer, farbenfroher Blumenstrauß – sichtbares Zeichen der Dankbarkeit und Wertschätzung einer ganzen Schulfamilie.

Sichtlich bewegt verabschiedete sich schließlich auch Gertrud Schwoshuber selbst. Sie sprach darüber, wie gerne sie Lehrerin in Obing gewesen sei und wie viele schöne Erinnerungen sie mitnehmen werde. Den Kindern gab sie einen Herzenswunsch mit auf den Weg: „Bleibt der Musik auch künftig treu und bewahrt euch die Freude am gemeinsamen Musizieren.“

Zum Abschluss setzte sie sich ein letztes Mal ans Schul-Keyboard und leitete die Bläsergruppe beim gemeinsamen Schlussakkord. Anschließend verabschiedete sich die Obinger Schulfamilie mit einem lang anhaltenden Applaus.

„Mit Gertrud Schwoshuber verlässt eine außergewöhnliche Lehrerin unsere Grund- und Mittelschule“, betonte Rektor Thomas Duxner zum Schluss. „Was bleibt, sind unzählige Erinnerungen, viele musikalische Projekte und vor allem die Begeisterung für die Musik, die sie Generationen von Kindern mitgegeben hat. Dafür sind wir ihr von Herzen dankbar.“

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