Krippenverein Kiefersfelden feiert Hebfeier

von Redaktion

Der Krippenverein in Kiefersfelden hat die Hebfeier für sein künftiges Vereinsheim gefeiert. Nach rund 450 Arbeitsstunden blickten die Mitglieder stolz auf das Erreichte zurück. Bis zum geplanten Einzug im kommenden Sommer steht den Helfern bei der Kernsanierung des Gebäudes jedoch noch viel Arbeit bevor.

Kiefersfelden – Es ist zwar noch etwas Zeit bis Weihnachten, aber für den Kieferer Krippenverein ist anscheinend seit vergangenem April die vorweihnachtliche Freude greifbar. Denn seit dem Frühling sind Mitglieder des Vereins nahezu unablässig auf dem Gelände des „neuen“ Vereinsheims im Einsatz, das ihnen von der Gemeinde im vergangenen Jahr zur Verfügung gestellt worden war.

Damit war allerdings ein umfangreiches Aufgabenpaket verbunden, was den Verein aber nicht davon abhielt, sofort zuzustimmen und nahezu am nächsten Tag mit der Renovierung, oder sollte man besser sagen „Kernsanierung“, anzufangen.

450 Arbeitsstunden
hineingesteckt

Jetzt war die „Hebfeier“ (Richtfest) angesagt, denn das Dach ist dicht, „oder alles unter Dach und Fach“, wie es Vereinsvorsitzender Herbert Mairhofer treffend ausdrückte. Und der engagierte Vorsitzende weiter: „Bis heute haben wir etwa 450 Arbeitsstunden in unser neues Vereinsheim gesteckt, ohne Fachfirmen oder Fremdhelfer dazuzurechnen. Wir können schon stolz auf unsere Arbeit zurückblicken und nun wird der erste große Bauabschnitt mit der Hebfeier abgeschlossen.“

Doch schon geht sein Blick wieder nach vorne, stehen doch mit der Dacheindeckung, dem Ausbau des Dachbodens und der Dachisolierung die nächsten großen baulichen Herausforderungen an. Dabei kann er sich aber voll auf seine Vereinsmitglieder verlassen, allen voran Sepp Horn, der die bauliche Leitung des Projekts innehat. Für den Fachmann gilt vor allem, „möglichst viel von der vorhandenen Gebäudesubstanz zu erhalten und diese in den Umbau zu integrieren“. Herbert Mairhofer schiebt nach: „Es macht richtig Freude zu sehen, dass der Umbau Gesicht annimmt.“

Das Ziel aller Beteiligten ist die Fertigstellung und der Einzug im nächsten Sommer, wobei das aber schon eine Herausforderung ist, müssen doch zwei Vollgeschosse und der Dachboden mit einer Gesamtfläche von rund 220 Quadratmetern nahezu kernsaniert werden.

Doch den engagierten Helfern ist davor nicht bange und auch die ersten zugesagten Gelder von der Gemeinde sind bereits für Zimmerer- und Spenglerarbeiten abgerufen worden. Weitere Zusagen liegen aus dem „LEADER-Programm“ vor und auch die „Sparkassen-Stiftung“ hat eine Förderung des Projekts zugesagt.

Dann kletterte der Vereinsvorsitzende auf den eingerüsteten Dachfirst und mit ihm Zimmerermeister Martin Mayr, der dann mit dem Richtspruch:

„Da First da droben, s´Werk is g´schafft, mit Herz, mit Fleiß und gsunder Kraft. Vor oim unsre Rentner ham opackt, manch Junger hätt des ned so gmacht. Jetzt hamma a Hoam für unseren Krippenverein, da kehrn Freud und Gmiatlichkeit ein. Drum heb mas Glas auf alle Helfer. Ein Prosit beinand und dreimal Hoch! Hoch! Hoch!“

Werkstatt und
auch Lagerraum

Dem alten Brauch entsprechend warf der Zimmerermeister dann sein Glas auf den Baugrund, natürlich ohne jegliche Gefährdung von Mensch oder Tier.

Bei einem kleinen Umtrunk und gemütlichen Zusammensein schauten die Mitglieder des Krippenvereins Kiefersfelden schon wieder in die Zukunft, die ihnen, wenn es mit dem Umbau so weitergeht, bereits im Sommer nächsten Jahres ein neues Zuhause für Werkstatt, Lagerraum und kleine Ausstellungen bieten wird.

Artikel 11 von 11