Männerchor Aschau begeistert bei emotionalem Konzert

von Redaktion

„Musik für die Seele“ – Sommerpause dauert bis Oktober

Aschau – Ein klangvoller und emotionaler Abend hat sich kürzlich in der Aschauer Pfarrkirche abgespielt. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Musik für die Seele“, die während der Sommermonate jeweils freitags eine halbe Stunde lang stattfindet, trat der Männerchor Aschau unter der Leitung von Rupert Schäffer gemeinsam mit der Kampen-Zithermusik auf, wie Werner Dirmeier mitteilt.

Die Kampen-Zithermusik, angeführt von Leonhard Wimmer, eröffnete den Abend, stimmte das Publikum auf die folgende halbe Stunde ein und verknüpfte einfühlsam die einzelnen thematischen Blöcke. Monika Schwingenheuer begrüßte die zahlreichen Zuhörer und moderierte den musikalischen Abend.

Den Auftakt machte das unter Wanderern und Bergsteigern bekannte Lied „Bergvagabunden“, das fernab jeglicher Ideologie für Aufbruch, Liebe zur Natur und den Bergen sowie für Mut und Kameradschaft steht.

Es folgte „La Montanara“, das die Schönheit der Berge und die Sehnsucht danach besingt. Im zweiten Block kündigte die Moderatorin das Thema unendliche Liebe, Sehnsucht und Abschied an – und nahm dies zugleich zum Anlass, auf einen besonderen persönlichen Moment hinzuweisen: Chorsänger Dr. Christian Elsen, dessen Nachprimiz die Kirchengemeinde wenige Tage zuvor ausgiebig gefeiert hatte, verlässt Aschau und trat an diesem Abend letztmalig mit dem Männerchor auf. Musikalisch setzte der Chor dieses Thema mit „Herzlieb, herzlieb“ fort, einer heiteren, rhythmisch beschwingten Liebeserklärung aus dem Jahr 1596, also der Spätrenaissance. Es folgte eine A-cappella-Version von „Weit, weit weg“ aus dem Jahr 1992, eines der gefühlsbetontesten Lieder des österreichischen Liedermachers Hubert von Goisern, das beschreibt, wie schmerzlich die Distanz zwischen sich Liebenden empfunden werden kann. Mit „Signore delle cime“ folgte ein weiterer besonders emotionaler Moment: Giuseppe de Marzi widmete das Stück 1958 einem in jungen Jahren verunglückten Bergsteigerfreund.

Im dritten Block erklang die „Friedensektenie“, vertont von Stepan Smolenskij, einem russischen Komponisten und Chorleiter. Bei diesem litaneiartigen Fürbittengebet übernahm Christian Elsen letztmalig die Rolle des stimmlichen Diakons und Vorsängers.

Mit dem anschließenden „Vater unser“, musikalisch gestaltet von Nikolaj Rimskij-Korsakow, brachte der Männerchor die Kirche zum Klingen und sorgte für einen weiteren Gänsehautmoment. Den Abschluss bildete das bekannte „Fein sein, beinander bleibn“, dessen liebevoller Text einfache Empfehlungen zu Treue und harmonischem Miteinander gibt. Obwohl die vorgesehene halbe Stunde bereits überschritten war, entlockte das intensiv applaudierende Publikum dem Chor noch eine Zugabe: Mit der „Heimatmelodie“ von Gotthilf Fischer verabschiedete der Männerchor das begeisterte Publikum in den lauen Sommerabend.

Nach dem Konzert verabschiedet sich der Männerchor Aschau in die Sommerpause und ist erst wieder im Oktober zu hören. Weitere Informationen finden sich unter www.maennerchor-aschau.de.

Artikel 2 von 11