Eggstätt – Der ASV Eggstätt, der heuer 77 Jahre alt wird, bekommt ein neues Sportheim. Die alten Umkleiden waren in die Jahre gekommen, auch der sanitäre Bereich hat zu wünschen übrig gelassen. Der Neubau stellt einen finanziellen Kraftakt dar – sowohl für den Verein als auch für die Gemeinde, die sich mit 1,26 Millionen Euro an der Gesamtsumme beteiligt. Vor knapp einem Jahr ist der Abbruch erfolgt, seitdem wird eifrig an dem Projekt gearbeitet.
Einzug im Herbst geplant, Umkleiden fast fertig
Wenn weiterhin alles nach Plan läuft, werden die Umkleiden und der Sanitärbereich im Herbst dieses Jahres bezugsfertig sein, erklärte der ASV-Vorsitzende Günther Hekele bei einem Ortstermin mit Gemeinderäten, Planern und ASV-Mitgliedern. Je zwei Kabinen – Umkleiden und dahinterliegende Duschräume – sind für die heimischen Vereine und die Gäste vorgesehen.
Dazu kommen noch die Umkleiden für die Schiedsrichter sowie Gäste-Toiletten und eine behindertengerechte Toilette. Teilweise sind die Nassräume schon gefliest, teilweise harren sie noch der Fertigstellung, auch die Fußbodenheizung ist bereits verlegt.
„Im Magazin werden Bälle, Dressen und so weiter unterkommen, aber auch eine Waschmaschine und ein Trockner“, erklärte Hekele.
Die Fußballer haben, wenn sie vom Spielfeld kommen, einen separaten Eingang über den Außenbereich. Auf der Tribüne fehlt zwar noch das Pflaster, aber das Dach – teilweise mit Glasfenstern – über der Zuschauertribüne deutet schon an, dass hier künftig viele Fans „gut behütet“ ihren Kickern zujubeln können. „Das sieht jetzt schon sehr gut aus“, bescheinigten die Besucher.
Banden und Geländer werden noch angebracht, auch der Außenwaschtrog fehlt noch, sagte der Zweite ASV-Vorsitzende Gerhard Eder. Immerhin: Die Füße für das Außenwaschbecken sind schon gesetzt.
Genau an der Ecke der im 90-Grad-Winkel angelegten Tribüne ist die Kabine für den Stadionsprecher vorgesehen. Für die Besucher ging es über den Haupteingang wieder ins Gebäude, erst geradeaus und dann rechts in den Technikraum. „Wer soll sich denn da auskennen?“, fragte sich so mancher Besucher beim Anblick des vermeintlichen Kabelwirrwarrs im Technikraum.
Die Photovoltaikanlage auf dem Dach ist mittlerweile installiert. Der Aufzugschacht ist deutlich erkennbar, aber noch leer. Also ging es für die Besucher treppauf in das erste Obergeschoss.
„Bitte Vorsicht“, rief Jakob Wörndl senior, ASV-Ehrenmitglied und Mitinitiator des Umbaus, da noch nicht alle Treppenstufen gefliest sind. Oben gibt es zwei Umkleiden und Sanitärräume sowie einen großen Gymnastikraum samt „Nebenzimmer“ für Sportgeräte. „Wow – was für ein geräumiger Raum“, staunten die Besucher. Der Gymnastikraum, den auch andere Ortsvereine nutzen können, wirkt schon jetzt mit seinen fast durchgehenden Fensterreihen an den Längsseiten sehr luftig und großzügig. Im Dachgeschoss kommen die Lüftung und das Archiv unter, wies Wörndl hin.
Die Gesamtkosten waren ursprünglich mit 2,5 Millionen Euro angesetzt, erwähnte Hekele zudem. Dank guter Angebote und einer soliden Kalkulation sowie viel Eigenleistung rechne und hoffe man jedoch, unter der geplanten Summe zu bleiben.
Bald geht es dem alten Sportheim an den Kragen
Sobald der erste Bauabschnitt fertiggestellt ist, geht es dem alten Sportheim an den Kragen, dann wird kernsaniert. Die Interimsumkleiden im Obergeschoss werden wieder zu einer Wohnung zurückgebaut, „sodass auch wieder Mieteinnahmen fließen“, so Hekele. Die Gaststätte im Erdgeschoss wird hergerichtet. Und auch der Nebenraum wird dann wieder betret- und nutzbar sein, lacht Hekele. Derzeit sei er als Lager- und Abstellraum proppenvoll.
Das Wunschziel ist, dass im Herbst der hintere Teil, also die Umkleiden, die Sanitärräume, die Schiedsrichter-Kabinen und die Tribüne fertiggestellt sind. Hekele gab sich zuversichtlich, dass dies zu schaffen sei. Er hat aber noch einen weiteren Wunsch. Derzeit sind beim ASV 97 Fußballkinder mit Spielerpass gemeldet: „Schön wär’s, wenn wir die 100er-Grenze knacken.“