Immer im Einsatz für Kinder und Jugendliche

von Redaktion

Die Inntalhilfe hat eine erfolgreiche Bilanz gezogen. Mit steigenden Mitgliederzahlen und hoher Spendenbereitschaft setzt der Verein seine Unterstützung für Kinder und Jugendliche mit Handicap fort. Seit der Gründung zahlte die Organisation rund 80.000 Euro an Hilfen aus. Zum zehnjährigen Bestehen sollen es 100.000 Euro werden.

Raubling – „Wir sind ein Verein, der Hilfe und Unterstützung für bedürftige Menschen im konkreten Einzelfall leistet“, so Vorsitzender Herbert John vom Verein Inntalhilfe bei der Jahresversammlung im „Alten Wirt“ in Pfraundorf. Auf dem Nachhauseweg möge jeder Versammlungsteilnehmer etwas stolz auf seine Mitgliedschaft im Verein Inntalhilfe sein. Die Inntalhilfe – die Kurzfassung von „Hilfe für behinderte Kinder und Jugendliche im Inntal“ – ist ein Verein, der sich durch seine Philosophie von anderen Vereinen unterscheidet. Was dahintersteckt und wie die Entwicklung aussieht, wurde bei der Jahresversammlung einmal mehr offensichtlich.

Das gutes Gefühl,
etwas Gutes zu tun

„,Was habe ich davon, wenn ich dem Verein beitrete?‘, wurde ich schon einmal gefragt“, sagte der Vorstand und lieferte die nicht einfache Antwort: „Man hat nichts Greifbares, dafür das gute und unbezahlbare Gefühl, für andere etwas Gutes zu tun und zu helfen, wo die Not am größten ist. Unser Verein ist ausschließlich für andere Menschen da, in gewisser Weise einzigartig, jedenfalls aber bemerkenswert.“

Die Menschen der Inntalhilfe könnten es nicht ertragen, dass die Ärmsten der Armen – Kinder und Jugendliche mit Handicap – auf Hilfen verzichten müssen. Hilfen, die möglich wären, aber von den Kostenträgern nicht übernommen werden, und die von den Familien nicht aus eigener Kraft bezahlt werden könnten. „Hier ist die Inntalhilfe gefragt, da sind wir da und helfen nach unseren Möglichkeiten“, so John.

Im Berichtszeitraum von Juli 2025 bis zur aktuellen Jahresversammlung hatte sich die Mitgliederzahl weiter positiv von 250 auf 315 entwickelt, was einem Zuwachs von 25 Prozent entspricht. Die Mitglieder seien die Eckpfeiler des Vereins, dessen Ansehen nicht nur in der Gemeinde gestiegen sei, betonte die Vorstandschaft. Die Teilnahme zahlreicher Mitglieder, der Bürgermeisterin Franziska Pfaffenhuber, des Zweiten Bürgermeisters Stephan Heinke, einiger Gemeinderäte und von Pfarrer Josef Hartl an der Jahresversammlung sah der Vorstand als Wertschätzung.

Die Spendenbereitschaft aus der Bevölkerung war auf Rekordniveau: Im Kalenderjahr 2025 ist laut Kassenverwalter Marcus Land ein mittlerer fünfstelliger Eurobetrag auf dem Vereinskonto eingegangen. Darunter waren auch hohe Einzelspenden, die teils aus der gesamten Region kamen, sowie Erlöse aus Aktionen wie „Blut und Liebe“, dem Theater beim „Obermoar“ (Familie Bauer) in der Tenne, dem Konzert von Roland Hefter oder dem Benefiz-„Preis-schafkopfen“.

„Wir haben viel Geld bekommen, aber wir brauchen auch viel Geld, um den Menschen zu helfen“, hob der Vorsitzende hervor und nannte einige Beispiele von Förderanträgen, denen der Verein nachkommen konnte. Dazu gehörten unter anderem Therapiekosten, ein behindertengerechter Autositz oder der Umbau eines behindertengerechten Kleinbusses.

Zielmarke von
100.000 Euro im Blick

„Seit der Vereinsgründung im November 2016 haben wir rund 80.000 Euro an Hilfeleistungen auszahlen können. Zu unserem zehnjährigen Bestehen dürfte die magische Grenze von 100.000 Euro erreicht werden, da aktuell weitere Förderanfragen vorliegen und unser Bestreben nach Hilfeleistung nicht nachlässt“, gab John einen Ausblick.

Bürgermeisterin Franziska Pfaffenhuber berichtete, sie bekomme aus der Verwandtschaft immer wieder Erzählungen aus dem Personenkreis schwer kranker Kinder und wisse daher schon, wo es hapert. „Genau das, was die Kinder brauchen würden und eben nicht bekommen, oder sehr lange auf Hilfe warten und Leid ertragen müssen, vor allem auch die Eltern“, so die Bürgermeisterin. „Schön, dass ihr alle mitmacht. Es ist mir ein Anliegen, dass die betroffenen Kinder und Jugendlichen die gerechte Unterstützung bekommen. Bleiben wir alle dabei. Hoffentlich seid ihr weiterhin erfolgreich und vielleicht bittet ihr weiter um Mitglieder und Spenden“, hob sie hervor.

„Wir haben heute viel über Geld gehört“, resümierte Vorsitzender John und schloss die Versammlung mit einem Zitat von Mutter Teresa, die als Nonne in Indien wirkte: „Es gibt Menschen, die sind so arm, die haben nichts außer Geld.“

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