Aschau im Chiemgau – Auch in diesem Jahr hat das Evangelisch-Lutherische Dekanat Rosenheim wieder zum Berggottesdienst unter der Kampenwand eingeladen. Nach wochenlangen Planungen und Vorbereitungen waren die Organisatoren und Helfer bitter enttäuscht, als sie am Sonntagmorgen (19. Juli) aus dem Fenster schauten. Die Wetterprognose hatte sich bewahrheitet – es regnete in Strömen. Aufgrund der schlechten Wetterlage musste der Gottesdienst wegen des größeren Platzangebotes in die katholische Pfarrkirche „Darstellung des Herrn“ in Aschau verlegt werden.
Dekanin Dagmar Häfner-Becker begrüßte die Gemeinde und Reverend Clair Ullmann als Vertreterin der Anglikanischen Kirche sowie den Pfarrer der Altkatholischen Gemeinde, Dr. André Golob, sowie Pfarrerin Ghita Lenz-Lemberg.
Dr. Golob las aus dem Evangelium des Johannes im sechsten Kapitel: „Die Speisung der 5.000“, passend zum Thema des Gottesdienstes: „Gott stillt Hunger“. Hier geht es darum, wie Gott auf vielfältige Weisen Hunger stillt.
In ihrer Predigt über den Hebräerbrief im 13. Kapitel ging Dekanin Häfner-Becker auf eines der Wunder ein, die Jesus vollbracht hatte. Dort, wo Wunder geschehen, sei es durch eine Heilung oder eine Brotvermehrung, gehe es um Lebensverlängerung und damit um eine Berührung mit Gott. Hierbei sei es wichtig, dass es nicht die Menschen sind, die Wundersames vollbringen, sondern es müsse Gott sein, der Raum hat zu wirken, so die Dekanin.
Die Allmacht Gottes führe zu Gemeinschaft, weil wir andere Menschen nicht als Feinde sähen, sondern als Brüder und Schwestern, erklärte Dekanin Häfner-Becker den Abschnitt aus dem Hebräerbrief.
Ein besonderer Dank galt den Posaunenchören aus dem Dekanat unter Leitung von Andreas Hellfritsch und den Hafenstoanern Alphornbläsern aus Bernau. Ein herzliches „Vergelt’s Gott“ galt der katholischen Gemeinde Aschau, deren Kirche zum wiederholten Male genutzt werden durfte.