Obinger Kultband DBUSK feiert 40 Jahre

von Redaktion

Was einst als verrückte Idee begann, ist zu einer Erfolgsgeschichte geworden. Die Obinger Kultband DBUSK lädt am Freitag, 24. Juli, um 20 Uhr zum Jubiläumskonzert in das Strandbad in Obing ein.

Obing – Mit Mettensuppe, Bier und einer verrückten Idee hat alles angefangen. 40 Jahre später blickt DBUSK auf mehr als 2.000 Proben, rund 480 Konzerte und unzählige gemeinsame Erlebnisse zurück.

Den runden Geburtstag feiert die Obinger Kultband am morgigen Freitag ab 20 Uhr mit dem größten Konzert ihrer Bandgeschichte im Strandbad Obing – im Rahmen der Festwoche am See.

Kühner und
folgenreicher Entschluss

Es war gegen 3 Uhr morgens in der Nacht auf den ersten Weihnachtsfeiertag 1985. Nach einigen Tellern Mettensuppe und mehreren Flaschen Bier reifte in geselliger Runde ein ebenso kühner wie folgenreicher Entschluss: „Eine Band muss her!“ Die Begeisterung war groß.

Einziger Haken: Keiner der sechs Freunde konnte ein Instrument spielen. Doch das hielt Pepe, Tschinski, Hanjo, Franz, Martin und Hubert nicht auf. Getreu dem Motto „Gesagt – getan“ wurden Instrumente organisiert, Hanjo erklärte sich kurzerhand zum Musiklehrer und aus einer feuchtfröhlichen Weihnachtsidee entwickelte sich eine Band, die jetzt ihr 40-jähriges Bestehen feiert.

Fast ebenso schwierig wie das Musizieren gestaltete sich anfangs die Suche nach einem passenden Bandnamen. „Als nach langer Diskussion schon niemand mehr an eine zündende Idee glaubte, rief einer der Freunde: ‚Die Band!‘, ein anderer ergänzte – inspiriert von einem Running Gag aus den Cheech-und-Chong-Filmen – ‚…und sein Kind!‘ Damit war ‚Die Band und sein Kind‘, kurz DBUSK, geboren“, erinnert sich Gründungsmitglied Gerhard Mrowczinski.

Bereits 1986 stand die Band bei einem Garagenfest in Helm erstmals auf der Bühne. Die Nervosität war riesig. Der eine oder andere Song musste mehrmals begonnen werden, bis alle im gleichen Takt und vor allem im gleichen Lied angekommen waren. Dem Publikum war das egal. Es wurde gefeiert, gelacht und der Grundstein für eine außergewöhnliche Bandgeschichte gelegt.

Heute, vier Jahrzehnte später, kann DBUSK auf etwa 480 schweißtreibende Konzerte zurückblicken. Gespielt wird überall dort, wo Menschen gemeinsam feiern wollen. „Im Kern hat uns immer die Musik zusammengehalten“, sagt Schlagzeuger Klaus Asanger.

Insgesamt standen im Laufe der Jahre 15 Musiker bei DBUSK auf der Bühne. Wer aufhörte, blieb so lange dabei, bis ein passender Nachfolger gefunden und eingespielt war. Mittlerweile bilden Klaus Furtner (Gesang) aus Altenmarkt, Tom Urmann (Gitarre und Gesang) aus München, Gerhard Mrowczinski (Gitarre) aus Obing, Manuel Liegl (Bass) aus Wasserburg und Klaus Asanger (Schlagzeug und Gesang) aus Obing die Besetzung. Bis auf Bassist Manuel, der seit vier Jahren dabei ist, verbringen alle bereits mehr als die Hälfte ihres Lebens gemeinsam in der Band. Gründungsmitglied Gerhard Mrowczinski ist seit 40 Jahren dabei, Klaus Asanger seit 37 Jahren, Klaus Furtner seit 27 Jahren und Tom Urmann seit 24 Jahren. „Es fühlt sich wie eine zweite Familie an. Wir sind einfach gute Freunde. Familie, Kindsköpfe und Spezln beschreibt uns eigentlich am besten“, stellt Tom Urmann schmunzelnd fest.

Neue Songs entstehen erstaunlich unkompliziert. Einer bringt eine Idee mit, die Band spielt sie einfach aus dem Bauch heraus an. „Klauso zählt bis vier – und wenn sich das Ganze nach einer halben Stunde immer noch gut anfühlt, wird daraus ein DBUSK-Song“, erzählt „Tschinski“.

Stolz sind die Musiker nicht nur auf vier Jahrzehnte Bandgeschichte, sondern auch darauf, dass es in all den Jahren nie einen ernsthaften Streit gegeben hat.

Bierlaune wird
Erfolgsgeschichte

Vier Jahrzehnte nach der nächtlichen Idee am Suppentopf ist aus einer Bierlaune eine echte Erfolgsgeschichte geworden. Oder, wie Klaus Furtner mit einem Augenzwinkern sagt: „Wir sind fünf Kindsköpfe, die einfach unglaublich gern Musik machen. Aber die wahre Motivation ist natürlich Freibier.“

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