Unverzichtbarer Bestandteil der Gemeinde

von Redaktion

Menschen zusammenzuführen und den Alltag zu erleichtern, das ist das Ziel der Bürgerhilfe Vogtareuth. Allein für die praktische Hilfeleistung – wie Fahrten zum Einkaufen oder zum Arzt – wendeten die Aktiven über 350 Stunden auf und legten knapp 3.000 Kilometer zurück.

Vogtareuth – Bürgermeister Alois Anetsberger nennt die Bürgerhilfe einen „unverzichtbaren Bestandteil der Gemeinde im Sinne von gelebter Nachbarschaftshilfe“ und dankte den Ehrenamtlichen für den „eindrucksvollen Einsatz zum Wohle der Gemeinde“. Andreas Pfaffinger betonte als Vertreter der Pfarrei den Dienst der Bürgerhilfe als „gelebte Caritas“ und gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass diese Institution einen schönen Beitrag leiste zum „Hand-in-Hand-Gehen“ von Kommune und Pfarrei.

Unterstützung im Alltag
durch 16 Helfer

Es folgten die Tätigkeitsberichte, dargebracht zunächst von den Koordinatoren Heidi Röllnreiter, Katharina Szeili und Rudi Stureiner. Die diversen Hilfeleistungen (Fahrten zum Arzt, zum Einkaufen, zur Physiotherapie und Ähnliches mehr) wurden von 16 Helfern in 353 Stunden erbracht, insgesamt 21 Personen wurden im Alltag unterstützt, 2.865 Kilometer wurden dabei zurückgelegt.

Neben dieser praktischen Hilfeleistung ist Kommunikation, Gemeinsamkeit ein wichtiges Thema. Geistige Anregung bietet jeden Monat das Erzählcafé unter Leitung von Sigrid Knothe. Miteinander ins Gespräch zu kommen, „a bissl Ratschen“, ist wichtig, mehr aber noch das Selber-Erzählen, das Formulieren von Meinung und Erinnerungen. All dies trägt zur geistigen Fitness bei, und – so man will – auch der kurze Fitnesswalk davor.

Nach gemeinsamer Gründung mit dem VDK wurde im letzten Jahr der Spielenachmittag zur alleinigen Durchführung übernommen: Am 1. und 3. Donnerstag des Monats treffen sich an die 15 Leute im Café Hiesig zum Schafkopf, zu Rummycub oder Mensch-ärgere-dich-nicht, eine Anmeldung ist nicht nötig.

Für das Ferienprogramm der Gemeinde bietet die Bürgerhilfe am Montag, 10. August, einen Spielenachmittag für Kinder von sechs bis zwölf Jahren an: Es soll um „alte Spiele“ gehen, ohne Spielkonsole und Handy, sondern Brett- und Kartenspiele.

Seit einigen Monaten treffen sich Mitglieder der Bürgerhilfe und tauschen sich über die durchgeführten Besuchsdienste aus. Einige hatten einen Kurs bei der Caritas besucht. Das Angebot „Besuchdienst“ hatte es bei der Bürgerhilfe schon immer gegeben, aber es wurde bisher wenig nachgefragt. Inzwischen gibt es durchaus Interesse, und somit werden nun Menschen aus der Gemeinde zu Hause oder in Heimen oder auch im Krankenhaus besucht.

Vorsitzender Thomas Gögerl dankte Berta Frai, die zunächst „Gründungsmotor“ war und dann sieben Jahre im Vorstand. Daneben war sie eine sehr aktive Helferin, sie bleibt dem Verein auch weiterhin engagiert erhalten.

Finanziell steht der Verein auf einer soliden Basis. Kassier Rudi Sturainer stellte die Zahlen vor. Erfreulich ist auch der Mitgliederzuwachs: Die Bürgerhilfe zählt inzwischen 91 Mitglieder.

Was steht für die nächsten Monate auf dem Programm? Im September soll es einmal ein gemeinsames Frühstück geben – nicht nur für Senioren, sondern auch für jüngere Leute. Zum Herbstfest geht es heuer nach Attel, im Dezember fährt man zum Opernbesuch ins KUKO, im Dorf sollen Bänke für Spaziergänger aufgestellt werden – all dies unter dem Motto „Menschen zusammenführen, Gemeinsamkeit ermöglichen, Alltag erleichtern“.

Vortragsreihe für
pflegende Angehörige

Für eine Vortragsreihe zum Thema „Pflege Angehöriger zu Hause“ konnte Lilli Falkenstein gewonnen werden, die eine kurze Einführung dazu gab, wie sie dieses Thema behandeln wird. Falkenstein war Krankenschwester in der Psychiatrie und in Altenheimen, sie war Lehrerin an der Krankenpflegeschule in Wasserburg. Ein Aspekt ihrer Vorträge wird sein, wie zu Hause Krankheiten bei Bettlägerigkeit verhindert werden können, also Prophylaxe zum Beispiel gegen Gelenkversteifungen oder Dekubitus. Neben dem Vortrag wird es auch praktische Übungen geben, jeweils etwa 60 bis 90 Minuten. Wann diese Vortragsreihe beginnt, wird rechtzeitig bekannt gegeben werden.

Ein Termin wurde noch bekannt gegeben: Der VDK lädt ein zu einer Fahrt zum Kloster Weltenburg am Samstag, 19. September.

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