Bums mit Präzision und Sicherheit

von Redaktion

Die Nußdorfer sind Kummer gewohnt. Bei ihnen rumst es öfter mal. Ob Steinbruch oder Schotterwerk. Dieses mal hatte der Knall andere Hintergründe: Drei Sprenggruppen des THW aus Ober- und Niederbayern übten.

Nußdorf – Wenn tonnenschwere Gesteinsbrocken kontrolliert zerlegt werden sollen, sind höchste Präzision, Erfahrung und konsequente Sicherheitsmaßnahmen gefragt. Das zeigte sich wieder bei einer groß angelegten Übung der Sprenggruppen der THW-Ortsverbände Rosenheim, Eggenfelden und Landshut auf dem Gelände des Schotterwerks Holzner in Nußdorf.

Die Leitung der anspruchsvollen Ausbildungsmaßnahme übernahm der Sprengberechtigte des THW-Ortsverbandes Rosenheim. Über 30 Einsatzkräfte waren an der Übung beteiligt. Unterstützt wurden die Sprenggruppen durch die Bergungsgruppe und die Räumgruppe des Ortsverbandes Rosenheim, die wichtige Aufgaben im Rahmen der Vorbereitung und Durchführung übernahmen.

Sicherheit steht
im Mittelpunkt

Eine Übung dieser Größenordnung erfordert eine detaillierte Planung. Bereits im Vorfeld wurden Abläufe, Sicherheitskonzepte und Zuständigkeiten genau festgelegt. Denn bei Sprengarbeiten im THW steht nicht nur die technische Durchführung, sondern vor allem die Sicherheit aller Beteiligten im Mittelpunkt.

Zu Beginn erfolgte eine ausführliche Sicherheitsunterweisung durch den Rosenheimer Sprengberechtigten. Dabei wurden die Einsatzkräfte über die strengen Sicherheitsvorgaben informiert – angefangen bei der Anfahrt zum Übungsgelände über die Aufstellung der Fahrzeuge bis hin zum Verhalten während der einzelnen Übungsabschnitte.

Im Mittelpunkt der Ausbildung stand die Sprengung mehrerer großer, tonnenschwerer Gesteinsblöcke. Der erste Arbeitsschritt bestand im präzisen Bohren der Sprenglöcher. Dabei kam es auf höchste Genauigkeit an: Die zuvor markierten Bohrpunkte mussten exakt getroffen und sowohl Bohrtiefe als auch Bohrwinkel eingehalten werden. Und all das bei tropischen Temperaturen und in Strömen fließendem Schweiß.

Erst Sprengstoff, dann
Sand in die Löcher

Nach Abschluss der Bohrarbeiten wurden die Sprenglöcher mit Sprengstoff bestückt und anschließend fachgerecht mit Sand verfüllt. Parallel dazu verlegten die Einsatzkräfte die Zündleitungen aus rund 80 Metern Höhe in Richtung der Sprengstelle.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen war es schließlich so weit: Das Signal zur Sprengung konnte gegeben werden. Ein lauter Knall und eine große Staubwolke kündeten vom erfolgreichen Abschluss der praktischen Arbeiten. Die massiven Gesteinsblöcke barsten kontrolliert auseinander.

Die anschließende Kontrolle durch die Sprengberechtigten bestätigte den Erfolg der Maßnahme. Die Sprengung verlief exakt nach Plan und zeigte einmal mehr, wie wichtig eine sorgfältige Vorbereitung und das professionelle Zusammenspiel der beteiligten Einheiten sind.

Schotterwerk stellte
Gelände zur Verfügung

Zum Abschluss bedankte sich der Rosenheimer Sprengberechtigte ausdrücklich bei allen beteiligten Einsatzkräften sowie besonders beim Schotterwerk Holzner und dessen Mitarbeiter Florian Päckert, der als THW-Mitglied durch die hervorragende Vorbereitung und seine Unterstützung maßgeblich zum Gelingen der Übung beigetragen hatte.

Die gemeinsame Ausbildung der Sprenggruppen aus Rosenheim, Eggenfelden und Landshut unterstrich erneut die Bedeutung von regelmäßigem Training und enger Zusammenarbeit innerhalb des THW. Nur durch kontinuierliche Weiterbildung können die Spezialkräfte auch im Ernst- oder gar Katastrophenfall sicher und professionell handeln.

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