Fünf Jahre nach dem Orkan

von Redaktion

Waldbesitzer zeigen wiederaufgeforstete Sturmflächen in Obing

Obing/Pittenhart – Fünf Jahre nach einem verheerenden Orkan lädt die Waldbesitzervereinigung Traunstein (WBV) ihre Mitglieder zu einer Besichtigung der betroffenen Sturmflächen in Obing ein. Die Veranstaltung findet am Mittwoch (29. Juli) um 19 Uhr statt.

Am 28. Juli 2021 war gegen Mittag rund 20 Minuten lang ein Orkan über die Region hinweggefegt und hatte dabei schwere Verwüstungen hinterlassen. Wie die WBV Traunstein in ihrer Pressemitteilung schildert, war auch WBV-Vorstand Andreas Voderhuber mit fast sieben Hektar eigener Waldfläche selbst von den Schäden betroffen. „Es war dramatisch, zunächst mal wusste ich nicht mehr weiter“, erinnert er sich.

Das Ausmaß der Zerstörung beschreibt auch ein Eintrag auf der Internetseite „Tornadoliste Deutschland“, den die WBV in ihrer Mitteilung zitiert: „Brachiale Zerstörung rund um Obing: Die Staatsstraße 2094 von Obing nach Seebruck, gesäumt von Ästen, Blättern und vom Sturm gehäckseltem Mais und ein Wald, der keiner mehr ist. Die Schäden nach dem Unwetter, das über Obing tobte, sind enorm. Zerfetzte und entwurzelte Bäume, kahle Wälder, von Seen durchzogene Wiesen und platte Maisfelder täuschen die Idylle im Chiemgau. Das Unwetter, das in kürzester Zeit über Obing hinwegfegte, hinterließ eine Schneise der Verwüstung, deren Ausmaß schockiert.“

Nach dem Sturm folgten laut Angaben der WBV Traunstein monatelange Aufräumarbeiten, bei denen verschiedene Harvester zum Einsatz kamen. „Glücklicherweise war damals der Holzpreis sehr hoch, sodass sich der Schaden ein bisschen in Grenzen hielt“, so Voderhuber. Dennoch blieben nach den Aufräumarbeiten kahle Flächen zurück, die neu aufgeforstet werden mussten. Voderhuber beriet sich dabei, wie viele andere betroffene Waldbesitzer auch, mit der zuständigen Revierleiterin des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Traunstein. Statt der ursprünglichen Fichten pflanzte er in der Folge verschiedene Nadel- und Laubbäume.

Bei der Veranstaltung am Mittwoch (29. Juli) will Voderhuber den Teilnehmern seinen neuen, jungen Wald zeigen. Die Besichtigung findet nach Angaben der WBV Traunstein bei jedem Wetter statt, weshalb festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung mitzubringen sind. Treffpunkt ist um 19 Uhr an der Pestkapelle in Pittenhart.

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