Stabile Zahlen bei der Raiba Chiemgau-Nord

von Redaktion

Die Raiffeisenbank Chiemgau-Nord blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Bei der Generalversammlung in Pittenhart präsentierte das Institut stabile Zahlen. Zudem betonte die Bank, auch künftig an allen regionalen Filialen festhalten zu wollen.

Pittenhart/Obing – Anfang Juli haben sich die Mitglieder der Raiffeisenbank Chiemgau-Nord-Obing zur Generalversammlung in Pittenhart getroffen.

Aufsichtsratsvorsitzende Theresia Kraus begrüßte die Anwesenden zu der Generalversammlung, die sie als „genossenschaftliches Hochamt“ bezeichnete, schließlich stehe die Genossenschaft für Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung.

2025 war wieder
ein Jahr der Krisen

Vorstandsvorsitzender Stefan Schnellinger berichtete über das Geschäftsjahr 2025 und informierte die Zuhörer, dass 2025 wieder ein Jahr der Krisen gewesen sei und viele Dinge, die in den zurückliegenden Jahrzehnten als selbstverständlich angenommen wurden, gar nicht so selbstverständlich seien. Positiv anzumerken sei, dass die Inflation rückläufig ist; sie lag 2025 bei 2,3 Prozent und dürfte sich, so seine Einschätzung, bis Ende 2026 weiter Richtung Preisniveaustabilität entwickeln.

Bei der Bilanzsumme wurde trotz des schwierigen volkswirtschaftlichen Umfeldes ein Wachstum um 3,45 Millionen Euro oder 0,9 Prozent auf nunmehr 377,9 Millionen Euro erreicht.

Ebenso war eine Zunahme des Kreditgeschäftes zu verzeichnen. Das Kreditgeschäft unterteilte sich in das Privat- und das Firmenkundengeschäft. Im Privatkundensegment war im Bereich der Immobilienfinanzierungen eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung des vergangenen Jahres zu spüren. Lebhaft waren weiterhin die Nachfragen nach Modernisierungen und energetischen Sanierungen. Eine große Nachfrage gab es bei Unternehmenskrediten. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 erreichten die Ausleihungen an Kunden der Raiffeisenbank Chiemgau-Nord-Obing einen Stand von knapp 279 Millionen Euro, was eine Steigerung um 4,7 Prozent zum Vorjahr bedeutet und deutlich über dem Verbandsdurchschnitt von 3,8 Prozent liegt.

Ein hohes Kundenvertrauen zeigte zum Stichtag 31.Dezember 2025 die Summe der Einlagen von 284,4 Millionen Euro, womit das Niveau des Vorjahres gehalten werden konnte. Insgesamt war die Raiffeisenbank Chiemgau-Nord-Obing mit 661 Millionen Euro betreutem Kundengesamtvolumen zum Jahresende 2025 auf einem guten Niveau. Dies entspricht zum Vorjahr einem Plus von 0,26 Prozent.

Die in den Geschäftsstellen zur Verfügung gestellten kombinierten Ein- und Auszahlungsgeräte wurden sehr gut angenommen. Damit stand in allen Orten Bargeldversorgung rund um die Uhr zur Verfügung. In der Hauptstelle in Obing sowie in den Geschäftsstellen in Seeon, Seebruck, Pittenhart und Truchtlaching stehen weiterhin persönliche Berater zur Verfügung. Es sollen auch weiter alle Geschäftsstellen erhalten bleiben, um die Kunden in örtlicher Nähe zu versorgen.

Die Raiffeisenbank Chiemgau-Nord-Obing zahlte im Jahr 2025 inklusive Lohn- und Einkommensteuern der Mitarbeiter knapp 1,27 Millionen Euro Steuern an Bund, Land und Kommunen.

Die Genossenschaftsbank ist nicht nur ein wichtiger Steuerzahler in der Region, sondern auch ein sicherer und solider Ausbildungsbetrieb. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels wird es für die Bank immer wichtiger, motivierte junge Menschen als Mitarbeiter zu gewinnen und optimal zu qualifizieren. Die duale Ausbildung sei ein wichtiger Weg, um den Nachwuchs zu sichern und die Auszubildenden bestens auf ihr Berufsleben vorzubereiten. Ab 1. September 2026 werden neun junge Menschen bei der Raiffeisenbank Chiemgau-Nord-Obing eG ihre Ausbildung zum Bankkaufmann absolvieren.

Auch das Warengeschäft des Lagerhauses in Seeon ist und blieb ein wichtiger Baustein der Genossenschaft. Vorstand und Aufsichtsrat sind sich einig und wollen unverändert an dieser Sparte festhalten. Schnellinger richtete an die Mitglieder der Genossenschaft die Bitte, auch weiterhin von dem Warenangebot der Raiffeisenbank Gebrauch zu machen, um somit den Erhalt des Lagerhauses langfristig sicherstellen zu können.

Aufsichtsrat ist sich einig
mit dem Vorstand

Die Vorsitzende des Aufsichtsrates, Theresia Kraus, stellte die Tätigkeit des Aufsichtsrates vor und bestätigte, dass der vorliegende Jahresabschluss mit Lagebericht vom Aufsichtsrat geprüft und dem Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses zugestimmt wurde.

Vorstandsmitglied Tobias Weidinger wickelte unter anderem den Tagesordnungspunkt „Nachwahlen für turnusmäßig ausscheidende Aufsichtsratsmitglieder“ ab. Die turnusmäßig ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Bürgermeister Josef Huber und Franz Pürner, beide aus Obing, wurden von der Versammlung wieder in den Aufsichtsrat gewählt.

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