Kiefersfelden – Herrliches Wetter, eine perfekte Organisation, beste Laune und engagierte Vereinsmitglieder bildeten die Zutaten für ein unvergessliches „Zweirad-Oldtimer-Treffen“. Die Interessenten, darunter auch Bürgermeister Hajo Gruber, haben sich von den Mitgliedern und Freunden der „Zwoadagda“ in die Welt des Knatterns und Qualmens willenlos entführen lassen. Schon bei der Anmeldung gab es ein Datenblatt für die zweirädrigen Gefährte. Das älteste Fahrzeug war übrigens eine „Victoria“, Baujahr 1936, von der auch die eher Unwissenden völlig ohne Datenschutz Namen, Daten und Fakten ablesen konnten.
Seltene Prachtstücke und
ein buntes Programm
Insgesamt 130 angemeldete Mopeds waren auf dem weitläufigen Gelände der Motor-Touristik-Gemeinschaft (MTG) in der Thierseestraße zu besichtigen. Deren Fahrer waren aus der näheren und weiteren Umgebung sowie dem benachbarten Österreich gekommen. Der Besucherandrang war immens, denn schon 30 Minuten nach der offiziellen Eröffnung um 10 Uhr waren die Stellplätze für die Oldtimer nahezu alle belegt.
Nach einem ersten Rundgang waren Austausch, Schauen und Genießen angesagt. Die Blicke vieler Besucher zog dabei das Gefährt von Michael aus Rosenheim auf sich, der mit seiner „AWO-Simson GS 350“ gekommen war. Von diesem Fast-Unikat „wurden nur 16 Modelle in Suhl gebaut“, wie der Besitzer weiß, der damals als Werksfahrer diese heutige Museumsmaschine erwerben konnte.
Die Zweiradfreunde mäanderten über das Gelände, das vom Kieferbach zweigeteilt wurde und für alle etwas bot. Während für die Kleinen eine Hüpfburg, Kinderschminken und „Tattoo-Stechen“ angesagt waren, konnten die älteren Besucher ihre Zweiräder auf dem Leistungsprüfstand auf Herz und Nieren prüfen lassen. Zudem gab es gegen Mittag noch eine Ausfahrt der knatternden Räder und deren Fahrer, die durch die nahe Region führte und per Drohne gefilmt wurde – für viele Teilnehmer das Highlight des Tages und nachhaltig als Video.
So auch für Robbi aus Brannenburg und seinen Freund Harry aus Ebbs in Tirol, die zudem auch „den Austausch mit Gleichgesinnten und das Wiedersehen mit alten Freunden“ sichtlich genossen. Die beiden sahen auf ihrem Weg über das Gelände nahezu alle Mofas, Mopeds, Roller und Motorräder mit einem Baujahr vor 1980. Ob nun Hercules, Zündapp, Vespa, Schwalbe, Kreidler, BMW oder DKW – von 49 bis 350 „Kubik“ und zumeist bestens gepflegt, genossen auch die Besitzer das große Interesse an ihren zweirädrigen Lieblingen an diesem außergewöhnlichen Tag.
Klassiker, Kulinarik
und Zukunftspläne
Natürlich war auch für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt. Mit Unterstützung der MTG gab es herzhafte „Schmankerl“, kühle Getränke und auch den einen oder anderen Cocktail mit oder ohne Alkohol. Auf die Ohren gab es was von der Rockband „MJ6“, deren Livemusik genau den Geschmack der Zuhörer traf.
Dieses dritte Oldtimertreffen war nicht nur für den Vorsitzenden der „Zwoadagda“, Thomas Kulot, ein „großartiger Erfolg. Auch mit dem Wetter hatten wir richtig Glück. Wir konnten das jetzt dritte Treffen weiter optimieren und das scheint uns, wenn man die zufriedenen Besucher sieht, gut gelungen zu sein. Für uns ein Ansporn, auch eine weitere Fortsetzung im nächsten Jahr folgen zu lassen.“ Dann ging es aber für ihn und seine rund 30 Vereinsmitglieder wieder an die Arbeit. Schon vor einigen Monaten hatten sie mit der Planung und Organisation begonnen. „Und mit allen Männern (weibliche Vereinsmitglieder fehlen noch) haben wir seit heute früh das Gelände hergerichtet“, so der Vereinsvorsitzende abschließend.