Probleme an der Antworter Ache

von Redaktion

Bad Endorf drängt auf neue Biber-Entscheidung

Bad Endorf – Die von der Marktgemeinde Bad Endorf beantragte Entnahme eines Bibers sorgte in der jüngsten Gemeinderatssitzung für Diskussionen. Der Nager, der seine wasserbaulichen Aktivitäten im Bereich der Antworter Ache entfaltet, war Gegenstand einer Anfrage der Grünen, die von Eduard Huber vorgetragen wurde.

Bürgermeister Loferer bestätigte, dass ein entsprechendes Schreiben an das Landratsamt gerichtet worden war. Hintergrund sei, dass die Gemeinde für die Antworter Ache unterhaltspflichtig sei, diesen Verpflichtungen aber aufgrund der Biber-Aktivitäten nicht nachkommen könne. „Es ist nicht möglich, Entwässerungseinrichtungen und Drainagen zu erhalten. Das könnte zu einer Schadensersatzpflicht führen“, erläuterte Loferer.

Der Bürgermeister wies darauf hin, dass die Aktivitäten des Bibers zu überfluteten Wiesen führten, was anderen geschützten Arten, wie Wiesenbrütern, den Lebensraum nehme. Zudem bedeute „Entnahme“ auch nicht unbedingt „Abschuss“.

Mittlerweile sei der Bad Endorfer Antrag aber vom Landratsamt schon mit einem allgemeinen Hinweis auf eine eher vom Wassermangel geprägte Situation abgelehnt worden. Das reicht der Gemeindeverwaltung aber nicht. „Es wurde nicht auf unsere Begründung eingegangen. Wir wünschen uns einen ordnungsgemäßen Bescheid“, erläuterte Verwaltungsleiter Martin Mühlnickel.

Karla Sichelschmidt

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