Bad Endorf – Eine rundum gelungene Premiere feierte die Theatergesellschaft Bad Endorf am Freitag (24. Juli) mit dem Stück „Boandlgeheimnis“. Die rund 150 Zuschauer zeigten sich von der humorvollen, skurrilen Aufführung begeistert und belohnten die Darsteller mit lang anhaltendem Beifall.
Unter den Ehrengästen befanden sich Bürgermeister Alois Loferer, die Dritte Bürgermeisterin Barbara Laböck, die Ehrenpräsidentin des Verbands Bayerischer Amateurtheater (VBAT), Annemarie Daxer, die evangelische Ortspfarrerin Solveig Umbreit, Kulturreferentin Magdalena Restle, der stellvertretende Landrat Eduard Huber, der Vorstand des Volovec-Vereins Manfred Jäger sowie Abordnungen der Theatervereine aus Rohrdorf, Prutting, Neubeuern und Amerang.
„Boandlgeheimnis“ ist eine schwarze Komödie in drei Akten. Die Handlung dreht sich darum, dass der Tod (der Boandl) gestorben ist, was das Schattenamt vor ein großes Problem stellt. Die geschwisterlichen Erben der Boandl-Baracke, die vom wahren Nebenberuf ihres Verwandten als Totengräber und Seelenführer keine Ahnung haben, finden einen mysteriösen Gegenstand mit ungeheurer Macht, der die Turbulenzen im Dorf auslöst.
Ein besonderes Lob galt Spielleiterin Paula Aiblinger, die mit viel Gespür sämtliche Rollen perfekt besetzt hatte. Die Darsteller überzeugten mit großer Spielfreude und einer authentischen Umsetzung ihrer Figuren. Zuschauer und Ehrengäste hoben insbesondere das detailreich gestaltete Bühnenbild hervor. Begeisterung erntete außerdem Hauptdarsteller Stefan Thalmeier, der den lebenslustigen und arbeitsscheuen Nepo mit viel Charme und Witz verkörperte. Ebenso überzeugte Markus Hermannsdorfer als „Schnitter-Fesl“, dessen Darstellung zu den Höhepunkten des Premierenabends zählte.
Nach der Vorstellung sorgte Bürgermeister Alois Loferer noch für einen heiteren Moment. Er ließ es sich nicht nehmen, den eigens von Werner Braun für das Stück angefertigten Sarg selbst auszuprobieren, was bei den Anwesenden für viele schmunzelnde Gesichter sorgte.
Wer die gelungene Inszenierung noch nicht gesehen hat, erhält dazu weiterhin Gelegenheit: Das Stück wird im Volkstheater Bad Endorf an der Rosenheimer Straße noch bis Sonntag (9. August) aufgeführt. Weitere Vorstellungen finden am morgigen Freitag (31. Juli) um 20 Uhr, am Sonntag (2. August) um 18 Uhr, am Freitag (7. August) um 20 Uhr sowie am Sonntag (9. August) um 18 Uhr statt.