Aschau-Sachrang – Acht Harfenschülerinnen der Musikschule Grassau zwischen acht und 17 Jahren luden zum Vorspiel in den Erkersaal der alten Schule in Sachrang ein. Dozentin Margit-Anna Süß, Professorin an der Musikhochschule Graz und Co-Vorsitzende des MusikForum Sachrang, betonte in ihrem Willkommensgruß, dass das Musiklernen sinnstiftend sei, aber dass Üben auch viel Arbeit bedeute. Doch damit „tut ihr ganz viel für euch.“ Denn: „Musik tut uns Musizierenden und den Zuhörern gut und sie erfreut die Seele.“ Und genau dies war beim Vorspiel mit Stücken aus vielen Epochen und Ländern zu spüren.
Zuerst waren die Jüngsten zu hören: Die achtjährige Martha überzeugte mit „1, 2, 3, tanz herbei“, die achtjährige Luisa bot gemeinsam mit ihrer Harfenlehrerin Süß „vergnügte Zwerge“ und „Feentanz“ dar. Sophie (zehn) begeisterte mit „Kitchen Rag“, einer „Passacaglia“ und dem „Erstkommunionlandler“. Bayerische Stücke hatte auch Mathilda (13) dabei: „Irgendwie-ler“ und „Bayerischer Ramtamtam“ ließen die Zuhörer gedanklich mitdrehen.
Von Träumen und Tänzen
Zum Träumen regte das von Sophia (14) vorgetragene „River flows in you“ an. Beim „Flamenco“ – gemeinsam mit Harfenlehrerin Süß gespielt – fehlten nur noch die Kastagnetten, während man beim „Stafflboarischen“ versucht war, mitzustampfen. Tänzerisch ging es weiter: Erst lud Lara (13) zum „Mescalito“ und dann gemeinsam mit Sophia und der Dozentin zum irischen Tanz ein. Cilly (15) bot „Flotte Finger“ und „Lieblingswalzer“ dar.
Einige seien noch gar nicht lange Harfenschülerinnen, hatte Süß eingangs gesagt, teilweise spielten sie auch noch andere Instrumente. Aber bei allen war die Freude an und mit dem großen Saiteninstrument spürbar. Und dass sich das Üben auszahlt, durfte man mit Daphne (17) erleben. Ihr Vorspiel von „La source“, einem romantischen Stück von Alphonse Hasselmans (1845–1912), setzte einen gelungenen Schlusspunkt beim Harfenschülerkonzert. Elisabeth Kirchner