Samerberg – Seit geraumer Zeit beschäftigt sich auch die Gemeinde Samerberg mit der Thematik der kommunalen Wärmeplanung. Im November vergangenen Jahres wurde hierzu der Beschluss gefasst, auf den Gemeindeliegenschaften Photovoltaikanlagen zu errichten, die den Eigenbedarf an Energie abdecken sollen. Von der Beschlussfassung bis zur fertigen Installation sind nun acht Monate vergangen. Nun glänzen in der Schwimmbadstraße auf den Dächern des Kindergartens, der Kindertagesstätte und der Feuerwehr Törwang sowie auf dem Dach des Kindergartens „Zur Aussicht“ in Törwang die neuen Photovoltaikanlagen.
Betreut wurde das Projekt von der Planung bis zur Umsetzung durch das Institut für nachhaltige Energieversorgung (INEV). Im Haushalt der Gemeinde wurden hierfür 100.000 Euro festgesetzt. Bürgermeisterin Susanne Kunz betonte, dass es ihr wichtig gewesen sei, für dieses Projekt keine neuen Schulden aufnehmen zu müssen, und freute sich, dass die Kosten aller vier Anlagen mit rund 67.000 Euro deutlich unter den geplanten Ausgaben liegen.
Auch Leonhard Hinterholzer vom Meisterbetrieb Chiemsee Solar, welcher mit seinem Team für die Installation der Anlagen verantwortlich war, lobte die Investition. Gerade in dieser Branche seien die Ausgaben grundsätzlich sinnvoll, da durch die Ersparnis der Energiekosten der Aufwand in wenigen Jahren ausgeglichen sei. Gerade in den Kindertageseinrichtungen in der Schwimmbadstraße sei laut Susanne Kunz tagsüber ein hoher Energiebedarf deutlich sichtbar.
Das Grundschulgebäude verfüge schon über eine Photovoltaikanlage, welche den Eigenbedarf des Gebäudes zusammen mit der Mehrzweckhalle decke. Die restlichen Gemeindeliegenschaften wurden jetzt durch die Firma Chiemsee Solar aus Bernau nachgerüstet.
Die Anlage auf dem Dach der Feuerwehr Törwang wurde zudem mit einem Batteriespeicher ausgestattet. Dieser umfasst eine Kapazität von rund elf Kilowattstunden, könne aber bei Bedarf jederzeit erweitert werden. Auch das Nachrüsten mit Batteriespeichern der anderen Anlagen sei problemlos machbar. Es wurde jedoch jede Anlage für den jeweiligen Bedarf des Gebäudes in Größe und Umfang genau konzipiert.
Die Energiekosten
der Gemeinde senken
Auch ergebe laut Bürgermeisterin Susanne Kunz aus steuerlichen Gründen eine Einspeisung derzeit wenig Sinn. Ihr sei wichtig, die Energiekosten der Gemeinde zu senken und durch diesen Schritt nun endlich vollziehen zu können. Auch betonte sie, mit der Firma Chiemsee Solar und dem INEV zwei kompetente Partner zur Seite zu haben, die die fertige Inbetriebnahme in rund zwei Wochen abschließen wollen.