Zwei Ortstermine für den Schnaitseer Bauausschuss

von Redaktion

Der Bauausschuss in Schnaitsee hat sich am Mittwoch, 22. Juli, mit wichtigen Zukunftsthemen befasst. Neben zwei Ortsterminen zur Straßensanierung standen verschiedene Wohnbauprojekte auf der Tagesordnung. Zudem regten die Mitglieder an, nach einer geeigneten Fläche für einen zentralen Kinderspielplatz zu suchen.

Schnaitsee – Nicht einer, sondern dieses Mal gleich zwei Ortstermine standen bei der jüngsten Sitzung des Bauausschusses am Mittwoch (22. Juli) an. Zunächst begutachteten die Mitglieder die Pfarrhofstraße in Waldhausen, wo die Harpfinger Gruppe die Wasserleitungen erneuert hat. Jetzt sind noch die Wiederherstellungsarbeiten nötig und zur Debatte stand, ob die Straßenoberfläche vollflächig wiederhergestellt werden soll.

In Pfarrhofstraße wurde
die Entscheidung vertagt

Mit dieser Bauweise würde ein sauberes Gesamtbild der Oberfläche erreicht werden, außerdem würde man sich den Einbau von TOK-Bändern ersparen, bei denen meistens wesentlich früher wieder Schäden an der Straße auftreten.

Diese Maßnahme würde die Gemeinde rund 55.600 Euro kosten. Die Entscheidung wurde aber vertagt, da zuerst geprüft werden soll, ob für einen Teil der Arbeiten Fördergelder aus der Dorferneuerung (Amt für Ländliche Entwicklung, ALE) im kommenden Jahr genutzt werden können.

Anschließend fuhr das Gremium nach Rumering und machte sich ein Bild von den Unterbauarbeiten für die neue Zufahrt am Sinzinger Hof sowie der Verlegung der Kreisstraße TS20. Im Bereich der neu verlegten Kreisstraße wurden im Einmündungsbereich in die Staatsstraße bereits Pflasterarbeiten für den Einmündungstrichter ausgeführt. Außerdem ist die Umfassung der künftigen Verkehrsinsel in der Kreisstraße bereits gepflastert.

Schließlich ging es ins Rathaus, wo sich der Bauausschuss mit einigen Anträgen befasste. Grünes Licht gab es dabei für einen Ersatzbau mit zwei Wohneinheiten und Garagen in Schmidham, für einen neuen Balkon sowie Wintergarten in der Schnaitseer Straße in Harpfing und für Tekturplanungen für ein Gebäude mit sechs Wohneinheiten in der Kirchenstraße.

Längeren Diskussionsbedarf erforderte dagegen ein weiteres Projekt in der Kirchenstraße. Dort soll ein Gebäude mit vier Wohneinheiten und acht Stellplätzen entstehen. Zwar wurde das Vorhaben im Sinne der Nachverdichtung zur Schaffung von Wohnraum ausdrücklich begrüßt, doch wegen der hohen Flächenversiegelung und der unübersichtlichen Zufahrtssituation an der Kreisstraße TS39 wurden klare Empfehlungen und Hinweise formuliert: Der Ausschuss erteilte das Einvernehmen nur mit der Maßgabe, dass unter anderem ein geändertes Stellplatzkonzept vorgelegt, versickerungsfähiges Pflaster verwendet und die Untere Denkmalschutzbehörde wegen der benachbarten Kapelle eingebunden wird.

Reine Formsache waren im Anschluss die straßen- und wegerechtlichen Formalien: Die Widmungen der verlängerten Gewerbestraße im Rumeringer Gewerbegebiet, der Siedlungsstraße „Am Krummbach“ in Schnaitsee sowie der Seestraßen-Verlängerung wurden vom Gremium einstimmig beschlossen. Ein weiterer Beschluss folgte bei den Grundstücksangelegenheiten rund um den Sinzinger Hof: Der Ausschuss stimmte dem Verkauf von zwei Teilflächen nördlich der neu gestalteten Kreisstraße an die Diakonie München zu.

Abschließend kamen unter dem Punkt „Wünsche und Anfragen“ noch diverse Gemeindeanliegen zur Sprache. Maria Dirnaichner (UI) regte an, in Harpfing nach einer geeigneten Fläche für einen zentralen Kinderspielplatz zu suchen. Bürgermeister Thomas Schmidinger (CSU) entgegnete, dass es dort nur wenige öffentliche Flächen der Gemeinde gebe. Infrage kämen lediglich der Umgriff des früheren Gasthofs Bernauer oder der nördliche Umgriff um die Harpfinger Kirche. Das Anliegen wird geprüft.

Für den Festplatz am Fernsehturm soll zudem beim anstehenden Neubau des Hochbehälters ein dauerhafter Stromanschluss vorbereitet werden. Außerdem wurden Ausbesserungsarbeiten an diversen Gemeindestraßen und Banketten, etwa von Obernhof nach Hermannstetten, eingefordert, welche von der Verwaltung begutachtet und nachbearbeitet werden.

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