Flintsbach – Im Sitzungssaal des Rathauses hat eine besondere Ausstellung ihre Türen geöffnet: Unter dem Titel „40 Jahre Rückschau auf 1.000 Jahre Flintsbach“ erinnert sie an die Feierlichkeiten der geschichtlichen Ersterwähnung des Ortes im Jahr 1986. Den Anstoß zur Ausstellung gaben laut einer Pressemitteilung die Gemeindeangestellten selbst, als sie bei der Durchsicht des Gemeindearchivs auf wichtige Details der 1.000-Jahr-Feier stießen.
Zur Eröffnung im Gemeindesaal des Rathauses begrüßte Bürgermeister Holger Steiner unter anderem Johannes Brucker, Studiendirektor außer Dienst und einen der Hauptakteure der 1.000-Jahr-Feier. Ebenfalls anwesend waren Bina Wieland, die Witwe des kürzlich verstorbenen Kirchenpflegers Sepp Wieland sowie die Hauptorganisatoren der Ausstellung: Kämmerer Thomas Stocker, Touristinfoleiterin Anita Sammet und Bettina Straßer vom Einwohnermeldeamt.
Auch Johann Weiß, der neben anderen Fotografen einen Großteil der Fotodokumentation in einem Bildband festhielt und Teile des offiziellen Films zur 1.000-Jahr-Feier drehte, fand sich zur Eröffnung ein. Uhrmachermeister Bernhard Obermair, kümmerte sich gemeinsam mit Sohn Simon nicht nur um die Tondokumentation während der 1.000-Jahr-Feier, sondern auch der Ausstellung.
In seiner Eröffnungsrede würdigte Steiner das große Engagement aller Flintsbacher bei der 1.000-Jahr-Feier. Besonders hob er den damaligen Bürgermeister Sebastian Grad hervor, ebenso Johannes Brucker für die geschichtliche Dokumentation sowie das Malen von Tafeln und Gegenständen. Sepp Wieland, der als Schreinermeister für die Herstellung von Gegenständen für den Festzug verantwortlich gewesen war und als Musikant und Mitwirkender der „Inntaler Sänger“ die musikalischen Veranstaltungen mitorganisiert hatte, fand ebenfalls lobende Erwähnung.
Darüber hinaus hob Steiner den damaligen Pfarrer Josef Rosenegger hervor, der kirchliche Verbindungen nach Brixen – wo die Ursprungsurkunde aufbewahrt wird – sowie zum Vatikan herstellte und pflegte. Nach einem großen Dankeschön an alle Beteiligten eröffnete Steiner die Ausstellung, zu der sich bereits viele Besucher eingefunden hatten.
Die Ausstellung zeigt neben Fotos des Jahreszyklus der 1.000-Jahr-Feier auch den offiziellen Film sowie Tagebucheintragungen des damaligen Bürgermeisters Sebastian Grad. Zudem kann die von Johannes Brucker eigens komponierte „1.000-Jahr-Fanfare“ gehört werden, die bei einer Fernsehsendung mitgeschnitten wurde. Außerdem ist die Festschrift mit allen Veranstaltungen des Jahres 1986 einsehbar.
Die Ausstellung „40 Jahre Rückblick auf die 1.000-Jahr-Feier Flintsbachs“ ist im Sitzungssaal des Rathauses der Gemeinde Flintsbach, Kirchstraße 9, noch bis Freitag (14. August) täglich von 8 bis 18 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.