Bad Endorf führt Parkgebühren ein

von Redaktion

Die Gemeinde Bad Endorf hat die Einführung von Parkgebühren ab Dienstag, 1. September, beschlossen. Auf den meisten öffentlichen Parkplätzen werden dann Gebühren fällig, wobei die erste Stunde kostenfrei bleibt. Mit den Einnahmen will die Kommune den Unterhalt der Stellflächen finanzieren.

Bad Endorf – Der Autofahrer als solcher sieht sich oft als Melkvieh des Staates und der öffentlichen Verwaltung. Von der Tankstelle bis zu den Parkplätzen – gefühlt allüberall soll er zahlen. Dabei wirft er zwei Dinge in einen Korb, die nur wenig miteinander zu tun haben. Denn anders als bei der Tankstellenrechnung kommen ihm die Parkgebühren selbst wieder zugute.

Benutzerfreundliche Tarife und Sonderregelungen

Zumindest in Bad Endorf ist das so – und das ist auch der Grund, weswegen der Gemeinderat nicht nur einstimmig hinter der jetzt aufgestellten Parkplatzsatzung steht. Er hat die Verwaltung geradezu aufgefordert, die entsprechenden Beschlüsse, die schon 2024 und 2025 auf den Weg gebracht wurden, nun auch umzusetzen.

Deshalb sind ab 1. September nun auf allen größeren Parkplätzen Bad Endorfs Gebühren fällig: am Platz hinter der Raiffeisenbank, am Kurparksee, an der Ströbinger Straße Richtung Antwort, am Busbahnhof und beim Volkstheater. Das Entscheidende daran: Das Geld, das bei dieser „Parkplatzbewirtschaftung“ eingenommen wird, verschwindet nicht einfach so im Stadtsäckel. Mit ihm wird, so der Wille des Gemeinderates, der Unterhalt der Parkplätze finanziert. Dem vorangestellt ist auch ihre „Inwertsetzung“, denn derzeit sind manche der Parkflächen noch in einem sehr „suboptimalen“ Zustand.

Die erhobenen Gebühren sind dabei – auch das ist der Wille des Gemeinderates – äußerst benutzerfreundlich: Die erste Stunde ist komplett frei, bei einer Parkdauer bis zu drei Stunden werden zwei Euro fällig, danach fünf Euro – dafür darf man für diesen Betrag dann aber auch den ganzen Tag stehen bleiben.

Für den Parkplatz am Volkstheater gibt es auch eine Sonderregelung: Hier sind sogar vier Stunden frei, ab dann gilt der Tagestarif von fünf Euro. Damit soll den Endorfern und ihren Gästen ein „sorgenfreier“ Besuch des Volkstheaters, aber auch der umliegenden Gastronomie ermöglicht werden.

Gemeinderat und Verwaltung hätten sich, das sei auch hier zu sehen, so meint Bürgermeister Alois Loferer, in den vergangenen zwei Jahren viele Gedanken über eine möglichst sinnvolle Parkplatzbewirtschaftung gemacht. Ein wesentliches Bemühen sei es dabei gewesen, zwei Ziele unter einen Hut zu bringen, die nicht von vornherein zu vereinen sind. Es geht dabei um die Kurzparker, die nur kurz ihr Auto abstellen wollen, um einzukaufen oder andere Besorgungen zu erledigen. Sie werden durch die Parkplatzbewirtschaftung nicht zusätzlich zur Kasse gebeten, denn eine Stunde ist ja frei.

Gleichzeitig, so die Überlegung von Gemeinderat und Verwaltung, wird die Beschränkung der gebührenfreien Zeit auf diese eine Stunde für einen zügigen Wechsel auf einem Großteil der einzelnen Abstellplätze sorgen. „Nichts ist lästiger, als wenn man auf der Suche nach einer kurzfristigen Abstellmöglichkeit ist, die meisten Plätze dann aber von Dauerparkern belegt sind“, meint dazu Bürgermeister Alois Loferer.

Dennoch ist auch an die gedacht, die für ihr Auto einen längeren Parkplatz benötigen, etwa weil ihr Arbeitsplatz in der Nähe liegt. Für diesen Personenkreis gibt es eine App, über die für 60 Euro ein Monatsticket erworben werden kann.

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