Vieles geschafft, aber einiges noch zu tun

von Redaktion

Die Barrierefreiheit in Eggstätt ist in den vergangenen Jahren vorangebracht worden. Dennoch steht die Gemeinde vor weiteren Aufgaben. Dies sagte der Behindertenbeauftragte Josef Höck im Gemeinderat.

Eggstätt – Viele Gesichter sind neu im Gemeinderat. Um sich bei diesen vorzustellen, aber auch, um generell seine Anliegen vorzutragen, bekam der Behindertenbeauftragte Josef Höck in der jüngsten Sitzung Redezeit. Höck merkte an, dass er vonseiten der Gemeinde viel Unterstützung erfahre, gleichwohl gebe es noch einiges an Nachbesserungsmöglichkeiten.

Zuerst ging er auf einige Begriffe ein. Inklusion bezeichne die Eingliederung in die Alltagswelt, während behindertengerecht „selbstständig ohne Unterstützung zurechtkommen“ bedeute. Von Barrierefreiheit spreche man, wenn „bauliche und sonstige Anlagen, Verkehrsmittel, technische Gebrauchsgegenstände, Systeme der Informationsverarbeitung, akustische und visuelle Informationsquellen und Kommunikationseinrichtungen grundsätzlich ohne fremde Hilfe, nutzbar sind.“

In Eggstätt sei manches vorbildlich, lobte Höck. Seien es Zugänge zum Rathaus, zur Hartseehalle oder in die Bücherei, die im vergangenen Jahr mit einer Rampe ausgestattet wurde. „So bekommen insbesondere Menschen mit Gehbehinderung sowie Eltern mit Kinderwagen einen uneingeschränkten Zugang“, betonte Höck.

Aber komme ich als Rollstuhlfahrer auch in einer Arztpraxis, im Restaurant oder beim Zug- oder Busfahren zurecht? Behinderungen seien oftmals nicht sichtbar, sagte Höck noch. Bezüglich barrierefreien Wohnens in Bayern greifen Vorgaben der EU, des Bundes und des Landes ineinander. So müsse beispielsweise in Gebäuden mit mehr als zwei Wohnungen und mit erforderlichen Aufzügen ein Drittel der Wohnungen barrierefrei erreichbar sein. Im Landkreis Rosenheim gebe es die Projektgruppe „Barrierefreies Bauen Rosenheim“, die dazu berate. Auch auf der Homepage der Gemeinde seien viele weiterführende Informationen und Adressen aufgelistet. Ebenso gebe es die Vereinbarung mit dem Bauamt, dass jeder Bauwerber beim Einreichen eines Bauantrags ein Informationsblatt „Barrierefreies Bauen in jungen Jahren“ bekomme.

Bürgermeister Christoph Kraus (FBE) merkte an, dass einiges geschafft sei, dass es aber – wie im Vortrag deutlich wurde – immer noch Aufholbedarf gebe.

Artikel 5 von 11