Mehr Sicherheit für Schnaitsee

von Redaktion

In der jüngsten Sitzung des Schnaitseer Gemeinderats haben die Mitglieder über die Verkehrssicherheit und den Badesee diskutiert. Im Fokus standen dabei die Parksituation an der Schule, ein besseres Tempolimit beim Seniorenwohnen sowie eine Notrufsäule am Weitsee. Der Bürgermeister sicherte Prüfungen zu.

Schnaitsee – Verkehrssicherheit und der Badesee: Diese beiden Themen wurden in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats unter dem Tagesordnungspunkt „Wünsche und Anfragen“ von den Gremiumsmitgliedern angesprochen.

Günther Edlmann (CSU) machte auf die Parksituation in der Kirchensurer Straße auf Höhe der Abzweigung Mitterweg (kurz vor der Grund- und Mittelschule) aufmerksam. Hier ist es erlaubt, zur Hälfte auf dem Gehsteig zu parken, worauf ein Schild hinweist. Doch das Problem dabei: Einige parken so weit auf dem Gehsteig, dass Fußgänger nicht mehr vorbeikommen und somit auf die Straße ausweichen müssen. Sein Vorschlag lautete, eine Markierung anzubringen, die vorgibt, wie weit auf dem Gehsteig geparkt werden darf. Diesbezüglich meldete sich auch Anita Meisl (CSU) zu Wort. Sie zog ein Parkverbot in Erwägung. Denn wenn die Autos zu weit in der Straße parken, kommen landwirtschaftliche Fahrzeuge nicht mehr vorbei. Außerdem existiere nur wenige Meter weiter, neben dem Haus der Musik, ein großer Parkplatz. Angelika Sewald-Löffelmann (ÜWG) regte hierzu an, die Beschilderung zu besagtem Parkplatz offensichtlicher zu gestalten. Bürgermeister Thomas Schmidinger (CSU) stimmte den Anregungen zu. Die Parksituation sei bereits öfter ein Problem gewesen. Seine Anmerkung dazu: Würde jeder so parken, wie in der Fahrschule gelernt, gäbe es dieses Problem nicht. Ebenso zeigte er sich skeptisch, ob eine Zunahme der Hinweisbeschilderung zum Parkplatz, das Problem lösen würde. Denn dieser sei weiter weg als der Gehsteig und werde deswegen nicht unbedingt genutzt. Trotzdem sicherte er zu, dass der Bereich nochmals begutachtet und im Anschluss nach einer Lösung gesucht wird. Maria Dirnaichner (UI) machte auf das Schreiben eines Bürgers aufmerksam, der im Seniorenwohnen Schnaitsee lebt. Sein Anliegen: Die daran vorbeiführende Ortsdurchfahrt soll sicherer werden. Zwar gelte hier schon eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h, doch er sei selbst schon einmal von einem Schnellfahrer gefährdet worden. Der Vorschlag lautete nun, die 30er-Begrenzung zusätzlich direkt auf die Straße zu malen, damit diese deutlicher gekennzeichnet ist.

Anita Meisl meldete sich ebenfalls zu Wort und schlug hier eine Querungshilfe wie oben in der Wasserburger Straße vor. Bürgermeister Schmidinger merkte an, dass für diesen Bereich das Staatliche Bauamt Traunstein zuständig ist. Das Anliegen werde aber an die Behörde weitergeleitet und um Unterstützung gebeten.

Das Anliegen von Dr. Korbinian Wäsle (ÜWG) bezog sich auf den Schnaitseer Badesee. Er betonte, dass die Ertrinkungsfälle bayernweit zunehmen. Daher befürwortet er die Installation einer Notrufsäule am Weitsee. Die Sinnhaftigkeit dieser Anschaffung belegte er anhand eines Beispiels aus Laufen: Mitte Juli geriet am Abtsee eine 16-Jährige wegen einer plötzlichen medizinischen Notlage im Wasser in akute Lebensgefahr und drohte zu ertrinken. Dank einer schnellen Notruf-Alarmierung über eine neu installierte Notrufsäule und der Hilfe von Ersthelfern konnte die BRK-Wasserwacht sie innerhalb weniger Minuten retten.

Weitere Mitglieder zeigten sich angetan von dieser Idee. Bezüglich der anfallenden Kosten schlug Johannes Scheitzeneder (UI) vor, bei der Sparkassenstiftung „Horst und Renate Klein“ anzufragen. Bürgermeister Schmidinger sagte auch hier zu, dass das Anliegen geprüft werde.

Abschließend schlug Scheitzeneder noch mehr Bepflanzung am See vor, da der Bestand, welcher als Schattenspender dient, unter der Hitze leide. Der Bund Naturschutz würde neue Bäume – höchstwahrscheinlich Flatterulmen – stiften. Das Anliegen wird ebenfalls geprüft.

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